Grossbritannien

Assange legt Berufung gegen Auslieferungsbeschluss an die USA ein

1. Juli 2022, 17:21 Uhr
Der inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange will weiter juristisch gegen seine Auslieferung in die USA vorgehen und hat einen Antrag auf Berufung gestellt.
Julian Assange will nicht in die USA ausgeliefert werden und stellt einen Antrag auf Berufung.
© Keystone/PA Wire/Dominic Lipinski

Der High Court in London bestätigte der BBC den Eingang eines solchen Antrags, wie der Sender am Freitag berichtete. Vor zwei Wochen hatte die britische Regierung nach jahrelangem juristischen Tauziehen die Auslieferung des Wikileaks-Gründers an die USA genehmigt. Seit 2019 sitzt der 50-Jährige in London im Gefängnis. Verurteilt ist er zwar nicht, doch die Fluchtgefahr gilt als hoch.

Prozess wegen Spionage

Die US-Justiz will Assange wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Dem Australier drohen bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft. Ihm wird vorgeworfen, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen, veröffentlicht und damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht zu haben. Seine Anwälte argumentieren, dass niemand zu Schaden gekommen sei. Unterstützer sehen in Assange einen mutigen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht brachte und an dem nun ein Exempel statuiert werden solle.

(sda/oku)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 1. Juli 2022 17:24
aktualisiert: 1. Juli 2022 17:24
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