Arzneimittel

Behörde in Frankreich warnt vor Nebenwirkungen von Chloroquin

31. März 2020, 11:30 Uhr
Französische Behörden warnen vor gewissen Medikamenten.
© Keystone
Die französische Behörde für Arzneimittelsicherheit warnt vor Nebenwirkungen beim Einsatz von Medikamenten bei Covid-19-Erkrankten.

Frankreichs Behörde für Arzneimittelsicherheit (ANSM) warnt vor möglichen Nebenwirkungen des Malariamittels Hydroxychloroquin oder des HIV-Medikaments Kaletra bei Covid-19-Erkrankten. «Einige wenige Fälle von schwerwiegenden Nebenwirkungen wurden gemeldet und werden derzeit analysiert», teilte die ANSM am Montagabend mit.

Die Behörde betonte, dass die Medikamente unter keinen Umständen als Selbstmedikation oder auf Verschreibung eines örtlichen Arztes eingenommen werden dürften. «In diesem Zusammenhang fordern wir die Verantwortung eines jeden, unnötige Krankenhausaufenthalte aufgrund des Missbrauchs dieser Medikamente zu vermeiden», hiess es weiter.

Kein Medikament formell wirksam

In Frankreich ist die Behandlung mit Hydroxychloroquin und Kaletra von Covid-19-Erkrankten nur bei schweren Verläufen und nach Abstimmungen von mehreren Ärztinnen und Ärztinnen erlaubt. Die Behörde warnte vor allem vor Herzstörungen, die durch den Einsatz des Malariamittels in Kombination mit anderen Medikamenten auftreten können. «Wir erinnern daran, dass bis heute kein Medikament formell als wirksam für die Behandlung oder Prävention von Covid-19 nachgewiesen wurde», betonte die Behörde.

Quelle: dpa
veröffentlicht: 31. März 2020 11:30
aktualisiert: 31. März 2020 11:30