Autoindustrie

Daimler verkauft 2020 wegen Corona weniger Autos

8. Januar 2021, 10:45 Uhr
Daimler kommt im Corona-Jahr 2020 trotz eines weiteren Absatzrekords in China nicht an die Verkaufszahlen des Vorjahrs heran. Von der Kernmarke Mercedes-Benz wurden 7,5 Prozent weniger Autos verkauft als 2019. (Archivbild)
© KEYSTONE/AP/DAVID ZALUBOWSKI
Daimler kommt im Corona-Jahr 2020 trotz eines weiteren Absatzrekords in China nicht an die Verkaufszahlen des Vorjahrs heran. Von seiner Kernmarke Mercedes-Benz brachte der Stuttgarter Konzern weltweit rund 2,16 Millionen Fahrzeuge an die Kunden.

Dies teilte Daimler am Freitag mit. Das war zwar das fünfte Jahr in Folge über der Zwei-Millionen-Marke, im Vergleich zu 2019 aber ein Minus von 7,5 Prozent. Allein in China wurden über 774 000 Mercedes verkauft - mehr als jeder dritte.

Die Corona-Krise hatte Daimler vor allem im ersten Halbjahr schwer zugesetzt und die Absatzzahlen infolge der Schliessung von Autohäusern und des Stillstands in einigen Werken zeitweise einbrechen lassen. Im zweiten Halbjahr lief es wieder besser, der Rückstand liess sich am Ende aber nicht mehr aufholen. Daimler sprach angesichts der Umstände von einer starken Absatzentwicklung in einem herausfordernden Jahr.

Absatzplus in China - Taucher in Europa

Im wichtigsten Einzelmarkt China verbuchte der Konzern ein Plus von knapp zwölf Prozent. In Deutschland und Europa sowie den USA lagen die Zahlen dagegen deutlich unter dem Vorjahr.

Sehr zufrieden zeigte sich Vorstandschef Ola Källenius mit der Nachfrage nach E-Modellen, die vor allem zum Jahresende stark zugelegt habe. «Die Verkäufe unserer Plug-In-Hybride und vollelektrischen Fahrzeuge konnten wir mehr als verdreifachen», sagte er. Rund 160 000 waren es weltweit.

Mercedes-Benz stellt in diesem Jahr vier neue Modelle aus der Elektroauto-Reihe EQ vor. Bisher gibt es neben dem EQC nur die Grossraumlimousine EQV. Der E-Anteil an der Neuwagenflotte - Smart eingerechnet - lag im vergangenen Jahr bei 7,4 Prozent. 2019 waren es 2 Prozent.

Quelle: sda
veröffentlicht: 8. Januar 2021 10:45
aktualisiert: 8. Januar 2021 10:45