Lockdown light

Das bedeuten die Lockerungen in Österreich für die Schweiz

2. Februar 2021, 11:10 Uhr
Österreich will die Grenzen noch schärfer kontrollieren. (Archiv)
© Keystone
Österreich unternimmt einen ersten Schritt in Richtung Normalität in der Coronakrise. Ab dem 8. Februar werden viele Restriktionen aufgehoben. Ändert sich dadurch auch etwas für die Schweiz?

Österreich kann ein wenig aufatmen. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat am Montag erste Lockerungen der Corona-Massnahmen verkündet. Geschäfte dürfen ab dem 8. Februar unter strengen Auflagen wieder öffnen. So gilt dort neu eine FFP2-Maskenpflicht. Ausserdem wird die Anzahl Kundinnen und Kunden reduziert.

Coiffeurs und Schulen wieder offen

Zusätzlich dürfen Coiffeursalons, Museen und Zoos wieder öffnen. Wer sich die Haare schneiden lassen will, muss aber einen höchstens 48 Stunden alten negativen Coronatest vorweisen. Die Schulen in Österreich gehen wieder in den Präsenzunterricht über. Allerdings im Schichtsystem. Die aktuell geltenden Ausgangsbeschränkungen werden gelockert. Diese gelten neu nur noch zwischen 20 und 6 Uhr (statt während des ganzen Tages).

Einkaufstourismus weiterhin nicht möglich

Neben all den Lockerungen gibt es aber auch Verschärfungen, welche auch die Schweiz betreffen. So sollen deutlich striktere Grenzkontrollen durchgeführt werden, um die Verbreitung des mutierten Coronavirus zu verhindern. Ausnahmen, beispielsweise für Pendler, werden künftig reduziert. Pendler müssen neu einmal in der Woche an der Grenze einen negativen Coronatest vorweisen. Einkaufstourismus für Schweizerinnen und Schweizer wird weiterhin nicht möglich sein. Wer nach Österreich reist, muss sich nach wie vor in eine zehntägige Quarantäne begeben. Ab dem fünften Tag kann man sich mit einem negativen Coronatest aus der Quarantäne befreien.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100'000 Einwohner, liegt in Österreich aktuell bei 105. Im Vergleich: In der Schweiz beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell 132. Lockerungen sind in der Schweiz aber noch nicht vorgesehen. Die bestehenden Massnahmen sollen noch bis mindestens Ende Februar gelten.

Italien lockert trotz höherer Sieben-Tage-Inzidenz

In Italien liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 142, also höher als in der Schweiz. Trotzdem hat das Land ebenfalls Lockerungen bekanntgegeben. Die meisten Regionen des Landes wurden zu «gelben Zonen» erklärt, was bedeutet, dass dort das Ansteckungsrisiko als gering eingestuft wird. Darum können Restaurants – zumindest tagsüber – und Museen wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr bleibt allerdings bestehen.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. Februar 2021 10:52
aktualisiert: 2. Februar 2021 11:10