Coronavirus - Deutschland

Deutsche Corona-Warn-App funktionierte während Wochen nicht richtig

24. Juli 2020, 06:10 Uhr
Die deutsche Corona-Warn-App hat wochenlang nicht richtig funktioniert. Der deutsche Innenminister Horst Seehofer wirft einen Blick auf die App. Nun sollen die Probleme behoben sein. (Archivbild)
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Die deutsche Corona-Warn-App hat laut einem Medienbericht wochenlang nicht richtig funktioniert. Wie die «Bild»-Zeitung am Donnerstag berichtete, waren von einem Aktualisierungsproblem Nutzer von Handys mit Android-Betriebssystem betroffen.

Demnach schaltete sich bei diesen Geräten von Samsung und Huawei die erforderliche notwendige Aktualisierung im Hintergrund der App aus, wenn diese nicht geöffnet war. Das deutsche Gesundheitsministerium erklärte, das Problem sei mit der am Mittwoch erschienenen neuen App-Version behoben.

Laut dem Gesundheitsministerium verhindern bestimmte Android-Geräte, dass Apps dauerhaft im Hintergrund laufen. Dies gelte nicht nur für die Corona-Warn-App, sondern für alle Apps auf diesen Smartphones, betonte das Ministerium am Donnerstagabend. Dies solle Akkustrom sparen.

Zugleich betonte das Ministerium, dass die Corona-Warn-App «zu jeder Zeit» funktioniert habe. Das Problem sei bereits seit längerem bekannt und in den FAQ der App beschrieben worden. Dort sei auch ausführlich erklärt worden, wie sich die Hintergrundaktualisierung manuell aktivieren lasse.

Mit Erscheinen der neuen App-Version 1.1.1 sei das Problem behoben. Nutzer müssten die App nach dem Update einmal kurz öffnen, in die Einstellungen gehen und die «priorisierte Hintergrundaktivität» aktivieren.

Ein Sprecher des Softwareherstellers SAP, der die App mitentwickelt hatte, hatte die Probleme gegenüber der «Bild»-Zeitung bestätigt. In früheren Versionen habe es in der Tat ein Problem mit der Hintergrundaktualisierung gegeben, sagte er.

Auch das Robert-Koch-Institut räumte ein: «Der automatische Abgleich im Hintergrund wurde von einem Teil von Android-Smartphones unterbunden.»

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. Juli 2020 02:00
aktualisiert: 24. Juli 2020 06:10