Elektroautos

Deutsche Industrie lobt Tempo beim Bau der Tesla-Fabrik

22. März 2022, 05:54 Uhr
Zur Eröffnung des neuen Tesla-Werks im brandenburgischen Grünheide hat der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, den raschen Ablauf des Projekts gelobt.
In Grünheide im deutschen Bundesland Brandenburg nimmt der US-Elektroautokonzern Tesla eine neue Produktionsstätte in Betrieb. (Archivbild)
© KEYSTONE/DPA-Zentralbild/PATRICK PLEUL

«Das Tempo bei Tesla muss als Vorbild für Investitionsprojekte in Deutschland dienen», sagte Russwurm der Deutschen Presse-Agentur. Die intensive Unterstützung durch die Landesregierung habe das Verfahren erheblich beschleunigt.

Der US-Elektroautohersteller Tesla will nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit am Dienstag in Grünheide seine erste Fabrik in Europa eröffnen. Ursprünglich sollte die Produktion sogar schon im vergangenen Sommer starten, doch die Genehmigung zog sich hin - auch weil Tesla eine Batteriefabrik in der Planung ergänzte. Das Projekt gilt als Vorzeigemodell für Brandenburg und ganz Ostdeutschland.  

Russwurm sagte mit Blick auf den beschleunigten Umbau der Energieversorgung einen gewaltigen Genehmigungsmarathon für Infrastruktur- und Industrieprojekte voraus. «Bund und Länder müssen für die Versorgungssicherheit und angestrebte Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen bei Planungen und Genehmigungen viel mehr Geschwindigkeit als bisher erreichen», betonte der BDI-Präsident.

Umfangreiche Umbauten brauche es rasch vor allem in den energieintensiven Industrien wie Stahl, Chemie, Zement sowie der Energieerzeugung. «Die Bundesregierung sollte schon in ihrem Osterpaket eine massive Beschleunigung der Genehmigungsverfahren angehen.» Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will noch vor Ostern eine Reihe an Gesetzesinitiativen präsentieren.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. März 2022 05:55
aktualisiert: 22. März 2022 05:55
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