Zum Welttierschutztag

Diese Tierarten sind vom Aussterben bedroht

4. Oktober 2020, 07:54 Uhr
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Quelle: PilatusToday / Youtube

Seit 1950 gibt es am 4. Oktober den Welttierschutztag. Zeit, den Blick auf jene Tiere zu richten, die vom Aussterben bedroht sind – und wir vielleicht nicht mehr lange auf dieser Welt sehen. Eine Auswahl.

Eisbären

Den Eisbären schmilzt die Lebensgrundlage davon: Und das laut dem WWF viel schneller als angenommen. Der Klimawandel treibt die Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum in die Zivilisation. Immer früher taut das Eis in den Sommermonaten auf, immer später kommt es im Herbst wieder zurück. Der Lebensraum der Eisbären schrumpft so von Jahr zu Jahr. Weil sie nicht mehr genügend Nahrung finden, suchen sie sich ihre Nahrung in nahen Dörfern. Dort ist man mit den Eisbären überfordert.

Ein Eisbär im Berliner Zoo.
© Maurizio Gambarini / Keystone

Borneo Orang-Utans

Sie sind die grössten Baumbewohner im ganzen Tierreich, doch laut dem WWF ist die ganze Population in den vergangenen 60 Jahren um die Hälfte eingebrochen. Im Jahr 2016 schätzte der WWF den Gesamtbestand der Borneo-Orang-Utans auf 54'000 Tiere. Die Tiere, die nur auf der Insel Borneo vorkommen, sind laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion vom Aussterben bedroht.

Diese Orang-Utans kommen nur auf der Insel Borneo vor.
© Keystone

Spitzmaulnashörner

Das Spitzmaulnashorn lebt mit seinem Artgenossen, dem Breitmaulnashorn in Afrika. Jedoch hat Ersteres einen spitzen, fingerförmigen Greiffortsatz an der Oberlippe. So kann es Blätter und Zweige abpflücken.

Beiden Nashörnern wird ihr Merkmal, das Horn, zum Verhängnis. Weil diesem eine fiebersenkende, entgiftende, krampflösende und neuerdings sogar auch krebsheilende Wirkung zugesprochen wird, jagen Wilderer die Nashörner. 2015 wurden in ganz Afrika 1'349 Nashörner gewildert, das sind drei bis vier pro Tag. Waren Spitzmaulnashörner früher in ganz Afrika weit verbreitet, ist das heute nicht mehr so. Die Wilderei hat die Population zwischen 1970 und 1992 um sagenhafte 96 Prozent dezimiert. Bei der letzten Erhebung des WWF im Jahr 2018 wurden rund 5'630 Spitzmaulnashörner gezählt.

Nashörner sind aufgrund ihrer Hörner, die eine heilende Wirkung haben sollen, bei Wilderern sehr beliebt.
© ImageBroker / FLPA / Bernd Rohrschneider

Vaquitas

Vaquita, noch nie gehört? Geht mir genauso. Der Vaquita wird auch das «Kälbchen der Meere» genannt, denn er ist die kleinste Walart der Welt: Seine Körperlänge misst bis zu 150 Zentimeter. Vaquitas leben im küstennahen Flachwasser im Golf von Kalifornien mit bis zu 30 Metern Tiefe. Vaquitas sind vom Aussterben bedroht. Der WWF schätzt den Bestand 2017 auf rund 30 Individuen. In Mexiko sind Vaquitas in das Programm zum Schutz der gefährdeten Arten aufgenommen und zählen dort zu den meistbedrohten fünf Arten des Landes.

2017 wurde der Bestand der scheuen Vaquitas vom WWF auf 30 Exemplare geschätzt. Ob es sie heute noch gibt?
© AP Photo/Proyecto Vaquita, O.Vidal, File

(mao)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. Oktober 2020 07:43
aktualisiert: 4. Oktober 2020 07:54