Energie

Elektrizitätswerk Nidwalden mit weniger Gewinn im Jahr 2020

7. April 2021, 09:00 Uhr
Auch die Photovoltaikanlage auf dem Einkaufszentrum Länderpark in Stans NW hat zur Stromproduktion des EWN beigetragen. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) hat 2020 bei einem stabilen Umsatz weniger Gewinn erwirtschaftet als 2019. Negativ zu Buche schlugen die höheren Kosten bei den AKW-Beteiligungen und der rückläufige Stromkonsum, wie das kantonale Werk am Mittwoch mitteilte.

Der Umsatz des EWN blieb mit 51,7 Millionen Franken (+0,3 Prozent) 2020 praktisch unverändert. Davon entfielen 43,1 Millionen Franken auf das Energiegeschäft, der Rest auf das Dienstleistungsgeschäft. Das Betriebsergebnis ging um 4,2 Prozent auf 14,6 Millionen Franken zurück, der Jahresgewinn um 4,7 Prozent auf 11,7 Millionen Franken.

Die Strombeschaffungskosten erhöhten sich um 24 Prozent auf 12,2 Millionen Franken. Das EWN nannte als Hauptgrund für diese Zunahme die höheren Kosten bei den Kernkraftwerkbeteiligungen, dies weil die Fonds, mit denen der Rückbau und die Entsorgung finanziert werden, 2020 eine tiefe Performance hatten.

Gesamthaft belief sich der Stromumsatz des EWN im letzten Jahr auf 313,9 Millionen Kilowattstunden (kWh), 4,3 Prozent weniger als 2019. Im EWN-Netzgebiet wurden 248,5 Millionen kWh Strom abgesetzt, 2,5 Prozent weniger als 2019. Die überschüssig beschaffte Energie habe auf dem Markt zu tiefen Preisen verkauft werden müssen.

Wenig Schnee, weniger Wasserkraft

In seinen eigenen lokalen Wasserkraftwerken und Kraftwerksbeteiligungen produzierte das EWN 129,8 Millionen kWh. Weil es im Winter 2019/2020 nur wenig Schnee gab, lag die Wasserkraftproduktion 4 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Die zweithöchste Jahresproduktion seit der Inbetriebnahme 2020 wies jedoch die Photovoltaikanlage auf dem «Länderpark» aus.

Der Kanton Nidwalden profitiert vom EWN im Umfang von 7,0 Millionen Franken. Vom Gewinn erhält der Kanton 3,1 Millionen Franken, dazu kommen Konzessionsabgaben und Wasserzinsen in der Höhe von 3 Millionen Franken. Schliesslich liefert das EWN dem Kanton auch noch für die Verzinsung des Dotationskapitals 0,9 Millionen Franken ab.

Quelle: sda
veröffentlicht: 7. April 2021 09:10
aktualisiert: 7. April 2021 09:00