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Europäer legen Atom-Resolution gegen den Iran auf Eis

4. März 2021, 11:55 Uhr
ARCHIV - Hassan Ruhani, Präsident des Iran, besucht ein Atomkraftwerk in Buschehr. Foto: Mohammad Berno/Iranian President's Office/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
© Keystone/Iranian President's Office/AP/Mohammad Berno
Deutschland, Frankreich und Grossbritannien haben ihre Pläne für einen formellen Protest gegen die jüngsten iranischen Verstösse im Atomstreit vorerst gestoppt.

Die drei Staaten werden im Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien keine Resolution einbringen, hiess es am Donnerstag aus diplomatischen Kreisen. Teheran hatte zuvor gewarnt, dass solch ein Schritt gegen den Iran die Chancen auf eine diplomatische Lösung des Atom-Konflikts zerstören würde.

Der Iran hat seit voriger Woche die Überwachung seines Atomprogramms durch die IAEA eingeschränkt, um die USA zur Aufhebung von Sanktionen und zur Rückkehr zum Wiener Atomabkommen von 2015 zu bewegen. Daraufhin wollten die Europäer Teheran in einer Resolution auffordern, voll mit der IAEA zu kooperieren.

Die drei EU-Staaten sowie Russland und China bemühen sich um die Rettung dieser Vereinbarung, die zur Verhinderung von iranischen Nuklearwaffen das Atomprogramm des Landes einschränkte. Im Gegenzug sollten Sanktionen aufgehoben werden. Die neue US-Regierung wäre bereit, wieder einzusteigen, sobald sich der Iran wieder an die nuklearen Abmachungen hält. Diplomatische Gespräche hat Teheran bislang abgelehnt.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. März 2021 11:55
aktualisiert: 4. März 2021 11:55