Volksbegehren

Gemeindeinitiative will Familiengärten in Ebikon retten

18. Juli 2020, 12:55 Uhr
Für die Familiengärten auf dem Areal Rütihof in Ebikon kämpft eine Gemeindeinitiative. (Symbolbild)
© KEYSTONE/SAMUEL TRUEMPY
Eine Gemeindeinitiative soll die geplante Umnutzung des Areals Rütihof in der Gemeinde Ebikon stoppen, wo sich heute auch Familiengärten befinden. Die Sammelfrist für das Volksbegehren hat am Samstag begonnen.

Die Initiative fordert eine «zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Areals Rütihof», wie dem Luzerner Kantonsblatt zu entnehmen ist. Demnach sollen die Pächter von Familiengärten ihre Parzellen behalten dürfen. Zudem sei eine gemeinsame, parallele Nutzung durch eine geplante Begegnungszone zu ermöglichen.

Einen solchen Begegnungsort plant die Gemeinde. Mit der Anbindung an den Rontaler Höhenweg will sie den Ort der Gesamtbevölkerung zugänglich machen. Über die Zukunft des Geländes habe man die Pächter der Gärten bereits 2019 informiert und ihnen sodann gekündigt. Grund für die Kündigung sei aber nicht die künftige Nutzung, sondern die aktuelle Situation, hält die Gemeinde fest.

Die Duldung von Neophyten auf dem Gelände, der übermässige Ausbau der Gartenhäuser, die Kleintierhaltung sowie die teilweise Verwaldung von einzelnen Parzellen seien nicht zonenkonform. Sie könne aus Gründen der Grundeigentümerhaftung und der Zweckbestimmung der Zone nicht geduldet werden.

Die Sammelfrist für die Gemeindeinitiative dauert bis am 16. September. Sie kommt zustande, wenn sie von mindestens 300 Stimmberechtigten gültig unterzeichnet ist.

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. Juli 2020 13:08
aktualisiert: 18. Juli 2020 12:55