Mars-Mission

«Ich fühlte mich, als wäre ich selber auf dem Mars»

19. Februar 2021, 18:41 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Grosser Erfolg für das Jet Propulsion Laboratory (JPL) Programm der NASA und somit auch für die Obwaldner Firma maxon: Der Perseverance Rover ist am 18. Februar im Jezero-Krater auf dem Mars gelandet. Wir haben den CEO der Firma, Eugen Elmiger getroffen.

Endlich, nach zehn Jahren kam am Donnerstag der grosse Moment: «Wir sind unglaublich erleichtert und glücklich über die gelungene Landung», sagt Eugen Elmiger, CEO maxon Group. Er und viele Mitarbeitende, die im Mars Projekt involviert waren, haben das Landemanöver der Mars2020-Mission live in einem virtuellen Chat mitverfolgt und gejubelt, als das sichere Landen des Rovers im Jezero-Krater bestätigt worden ist.

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Quelle: CH Media Video Unit / AP

In der Firma maxon, in Sacheln, ist die Freude bei Eugen Elmiger, sichtlich zu spüren: «Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an den Moment der Landung denke. Ich fühlte mich, als wäre ich selber auf dem Mars.» Es sei eine grosse Ehre, an so einem internationalen Projekt dabei sein zu dürfen, natürlich aber auch eine gewisse Anspannung vorhanden. «Wir haben eine einzige Chance», denn gehe etwas schief oder kaputt, sei man nicht so schnell auf dem Mars, schmunzelt Elmiger. Die zahlreichen - gut abgeschlossenen Tests, die mit den Motoren durchgeführt wurden, gebe ihnen Sicherheit.

Aufträge für Weltraum-Anwendungen machen nach wie vor nur einen kleinen Teil aus, helfen aber, die Qualität der Produkte und die Prozesse zu verbessern. Und natürlich üben sie eine spezielle Faszination auf die involvierten Mitarbeitenden aus. Oder wie es Kathrin Tschersich, Leiterin Montage Projektmuster in der Medienmitteilung sagt: «Es macht mich schon sehr stolz zu wissen, dass Produkte, die durch meine Hände gegangen sind, auf dem Mars zum Einsatz kommen.»

Kathrin Tschersich, Leiterin Montage Projektmuster

Erster Schritt: Marsproben einsammeln

Eine der wichtigsten Aufgaben von Perseverance ist es, bis zu 30 Bodenproben zu sammeln, diese einzeln in Behälter zu füllen, zu versiegeln und schliesslich zu deponieren, damit eine spätere Mission die Proben einsammeln und zur Erde zurückbringen kann. JPL verwendet die Elektroantriebe von maxon unter anderem dazu, den Roboterarm zu bewegen, der die Bodenproben im Innern des Rovers von Station zu Station navigiert.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. Februar 2021 18:41
aktualisiert: 19. Februar 2021 18:41