Übersterblichkeit

In der Zentralschweiz sterben weiterhin mehr Senioren als erwartet

2. Dezember 2020, 10:35 Uhr
In der Zentralschweiz sterben zur Zeit mehr ältere Menschen, als statistisch zu erwarten wäre. (Symbolaufnahme)
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
In der Zentralschweiz sterben seit fünf Wochen mehr ältere Menschen als üblich. Wie Lustat Statistik Luzern am Mittwoch mitteilte, ist die Übersterblichkeit der Altersgruppe ab 65 Jahren höher und anhaltender als bei der ersten Coronawelle im Frühling.

Die Statistiker berechnen jeweils wochenweise auf Basis der Daten der letzten Jahre die Zahl der zu erwartenden Todesfälle. Dabei wird auch die saisonale Verteilung der Todesfälle berücksichtigt.

In der Woche 43 (ab 19. Oktober) überschritt in der Zentralschweiz die Zahl der Todesfälle der älteren Menschen (132) erstmals die obere Grenze der zu erwartenden Todesfälle (124). In der Woche 47 (ab 16. November) gab es 153 Todesfälle. Zu erwarten waren indes nur 75 bis 126 Todesfälle.

Kanton Luzern nicht betroffen

Die Anzahl wöchentlicher Todesfälle von Personen unter 65 Jahren liegt in der Zentralschweiz weiterhin in der Bandbreite der statistischen Erwartung.

Nicht von der Übersterblichkeit betroffen ist der Kanton Luzern. Dort liegt die Zahl der Todesfälle der Über-65-Jährigen weiterhin innerhalb der Bandbreite, allerdings lag sie in den letzten fünf Wochen klar näher an der Obergrenze als zuvor.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. Dezember 2020 10:35
aktualisiert: 2. Dezember 2020 10:35