Datenleck

Irische Datenschützer untersuchen Facebook-Leak

6. April 2021, 17:34 Uhr
So sicher, wie es das Schloss suggeriert, waren die Daten nicht aufgehoben bei Facebook. (Archivbild)
© KEYSTONE/AP/Marcio Jose Sanchez
Die jüngste Veröffentlichung einiger Informationen von mehr als einer halben Milliarde Facebook-Nutzern ruft die in Europa zuständige irische Datenschutzbehörde auf den Plan. Man versuche, mehr darüber in Erfahrung zu bringen, teilten die Datenschützer mit.

Unter den Betroffenen seien viele Nutzer aus der EU. Facebook habe die Behörde nicht von sich aus informiert.

Am Wochenende waren im Netz E-Mail-Adressen und Telefonnummern von rund 533 Millionen Nutzern entdeckt worden. Unter den Informationen waren auch das Geburtsdatum und die Stadt, in der man lebt. Facebook betonte, es handele sich um alte Daten, die abgegriffen worden seien, bevor das Online-Netzwerk 2019 die technische Möglichkeit dafür dichtgemacht habe.

Die bei Facebook gespeicherten Telefonnummern waren nicht öffentlich sichtbar und sollten helfen, Freunde und Bekannte bei Facebook zu finden. Hacker fanden aber Wege, sie über die Manipulation der Funktion zur Freundesuche für viele Profile abzusaugen. Facebook räumte bereits 2018 ein, dass vermutlich alle öffentlich zugänglichen Daten der damals bereits mehr als zwei Milliarden Nutzer durch automatische Abrufe systematisch eingesammelt wurden. Schon 2019 tauchten Telefonnummern von 420 Millionen Nutzern im Netz auf.

Wenn persönliche Informationen wie E-Mail-Adressen und Telefonnummern im Umlauf sind, steigt die Gefahr, dass Menschen auf gefälschte E-Mails hereinfallen, weil sie authentischer gestaltet werden können. Facebook hat nach jüngsten Angaben 2,8 Milliarden Nutzer, die mindestens einmal im Monat aktiv sind.

Quelle: sda
veröffentlicht: 6. April 2021 16:15
aktualisiert: 6. April 2021 17:34