Russland

Nato verstärkt Ostflanke – Gipfel in Brüssel

23. März 2022, 15:02 Uhr
Die Nato verstärkt ihre Ostflanke zur Abschreckung Russlands mit vier weiteren Gefechtsverbänden.
Jens Stoltenberg, NATO-Generalsekretär, spricht bei einer Pressekonferenz vor dem Nato-Gipfel im Nato-Hauptquartier. Zu den Gipfeltreffen im Nato- und EU-Hauptquartier treffen Staats- und Regierungschefs aus aller Welt ein, um über Russlands Invasion in die Ukraine zu beraten. Foto: Olivier Matthys/AP/dpa
© Keystone/AP/Olivier Matthys

Wie Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch in Brüssel mitteilte, sind als Standorte für die sogenannten Battlegroups die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien vorgesehen.

Stoltenberg äusserte sich vor dem Sondertreffen der westlichen Allianz, zu dem am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs der 30 Nato-Mitgliedsländer in Brüssel erwartet werden. Der Gipfel findet auf den Tag genau einen Monat nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine statt.

Bislang hat die Nato nur in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie in Polen dauerhaft multinationale Verbände stationiert. Normalerweise sind sie etwa 1000 Soldaten stark. Die Ausweitung der Präsenz bedeutet, dass künftig von der Ostsee im Norden bis zum Schwarzen Meer im Süden Nato-Truppen präsent sein werden. Zuletzt waren zur Verstärkung der Ostflanke bereits Kräfte der schnellen Nato-Einsatztruppe NRF in das ukrainische Nachbarland Rumänien verlegt worden.

Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten hatten Russlands Angriff auf die Ukraine bereits als «seit Jahrzehnten schwerwiegendste Bedrohung für die euro-atlantische Sicherheit» bezeichnet. Nach Angaben Stoltenbergs wird auch erwogen, die Luftverteidigung und die Präsenz auf der See deutlich auszubauen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 23. März 2022 15:02
aktualisiert: 23. März 2022 15:02
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