Grossbritannien

Premier Johnson unter Druck - grosser Mangel an Schutzausrüstungen

31. März 2020, 11:39 Uhr
Boris Johnson gerät stärker unter Druck. (Archivbild)
© Keystone
Nach Angaben der Ärztegewerkschaft British Medical Association fehlt es in Kliniken und bei Hausärzten an Ausrüstungen wie Masken und Einmal-Handschuhen. Krankenschwestern hatten berichtet, dass sie ohne Schutz Patienten versorgen mussten.

Wie die Ärzteorganisation Royal College of Physicians mitteilte, ist jeder vierte Mediziner des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS (National Health Service) inzwischen «krank oder in Isolation». Besonders schlimm sollen die Zustände in London und Birmingham sein.

In Grossbritannien sind bereits mehr als 1400 Menschen an den Folgen der Covid-19-Lungenkrankheit gestorben, darunter auch Ärzte. Die Regierung steht auch unter starkem Druck, weil sie nach Ansicht vieler Kritiker zu spät und zu lasch auf den Ausbruch reagiert habe. Ein grosses Problem in Grossbritannien ist zudem, dass viel zu wenig Beatmungsgeräte bereitstehen. Der NHS ist chronisch unterfinanziert.

Auch Johnson und weitere Berater und Politiker aus seinem Umfeld haben sich mit dem Corona-Virus angesteckt. Der Regierungschef soll nur milde Symptome haben und arbeitet weiter in Isolation.

Quelle: dpa
veröffentlicht: 31. März 2020 11:39
aktualisiert: 31. März 2020 11:39