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Luzern

Regierung fordert vom Bundesrat Öffnungsplan für Tourismusbranche

5. Mai 2021, 12:29 Uhr
Der Luzerner Regierungsrat erwartet vom Bundesrat, dass er den Tourismus in seinem Drei-Phasen-Modell stärker berücksichtigt. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Der Luzerner Regierungsrat ist mit dem vom Bundesrat vorgelegten Plan zur Lockerung der Coronamassnahmen nicht rundum zufrieden. Vor allem vermisst er Aussagen zum Tourismus, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte.

Das sogenannte Drei-Phasen-Modell des Bundes zum Ausstieg aus der Coronakrise gibt Auskunft dazu, unter welchen Voraussetzungen welche Lockerungen der Massnahmen möglich sind. Grundsätzlich sei der Regierungsrat mit dem Modell einverstanden, teilte die Staatskanzlei mit.

Zur Zeit befindet sich die Schweiz wegen der noch tiefen Durchimpfung in der Schutzphase (Phase 1). Danach folgt als zweite Phase die Stabilisierungsphase, in der weitere Lockerungen möglich sind und dann, wenn alle Erwachsenen Zugang zu einer vollständigen Impfung hatten, die Normalisierungsphase.

Beim Übergang von der zweiten in die dritte Phase macht sich der Luzerner Regierungsrat für ein forscheres Tempo stark. Der Bundesrat möchte die Phase 3 ausrufen, wenn 30 Prozent der Impftermine ungenutzt bleiben. Der Regierungsrat plädiert dagegen für eine tiefere Grenze, nämlich 25 oder sogar 20 Prozent.

Spezielle Regeln für Reisegruppen

Zudem erwartet der Luzerner Regierungsrat vom Bundesrat auch Aussagen zum Tourismus, etwa unter welchen Umständen die Einreise von Touristinnen und Touristen aus Drittstaaten möglich sei. Denkbar wäre eine Einreise für Geimpfte oder Getestete sowie spezielle Regelungen für Gruppenreisende, teilte die Staatskanzlei mit.

Der Luzerner Tourismus mit seinen 12'500 Arbeitsplätzen war 2020 hart von der Coronakrise getroffen worden. Im Kanton ging die Wertschöpfung der Branche um 60 Prozent von 1,3 Milliarden Franken auf 0,5 Milliarden Franken zurück. Noch schlimmer waren die Auswirkungen in der Stadt Luzern. Dort dürfte sich die Erholung der Branche bis mindestens bis 2023 hinziehen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. Mai 2021 12:29
aktualisiert: 5. Mai 2021 12:29