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International

Saudi-Arabien ruft Weltgemeinschaft im Gaza-Konflikt zum Handeln auf

16. Mai 2021, 18:40 Uhr
Saudi-Arabien hat Israel im Gaza-Konflikt «eklatante Verletzungen» der Rechte der Palästinenser vorgeworfen und die Weltgemeinschaft zum Handeln aufgefordert. Die internationale Gemeinschaft müsse rasch handeln, um die israelischen Militäreinsätze dort zu stoppen, sagte der saudische Aussenminister Faisal bin Farhan al-Saud. Der Konflikt war am Sonntag Thema einer Dringlichkeitssitzung der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) auf Gesuch Saudi-Arabiens. Die OIC ist ein Zusammenschluss von 57 Staaten und versteht sich als «die kollektive Stimme der muslimischen Welt».
ARCHIV - Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud spricht während einer Pressekonferenz. Foto: -/Saudi Press Agency/dpa
© Keystone/Saudi Press Agency/-

«Das Königreich weist die provokativen Pläne oder Schritte zur gewaltsamen Räumung palästinensischer Wohnräume in Ost-Jerusalem komplett zurück und verurteilt sie auf extreme Weise», sagte Aussenminister Faisal. Der alte Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern war zuletzt erneut auf gefährliche Weise eskaliert. Auslöser waren unter anderem schwere Zusammenstösse auf dem Tempelberg in Jerusalems Altstadt vor der Al-Aksa-Moschee. Als weiterer Auslöser gilt die mögliche Vertreibung einiger palästinensischer Familien aus ihren Häusern.

Die Gespräche im seit 2014 auf Eis liegenden Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern müssten wiederbelebt werden, so Faisal. Grundlage dafür müsse eine Verpflichtung zum Frieden auf Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung sein und dem Friedensplan von 2002.

In ihrem Friedensplan von 2002 hatte die Arabische Liga die Anerkennung Israels angekündigt, wenn dieses sich aus allen 1967 eroberten Gebieten zurückziehe und eine gerechte Lösung für das Problem der palästinensischen Flüchtlinge ermögliche.

Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu schrieb auf Twitter, man habe bei dem Treffen betont, dass Israel alleine für die anhaltenden «Gräueltaten» verantwortlich sei. Man sei zudem entschlossen, Bemühungen zum Schutz der «palästinensischen Brüder und Schwester» auf internationaler Ebene fortzuführen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. Mai 2021 18:40
aktualisiert: 16. Mai 2021 18:40