Deutschland

Scholz kündigt Baerbock-Reise in die Ukraine an

5. Mai 2022, 19:50 Uhr
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz wurde zunächst kritisiert wegen seiner Zurückhaltung im Ukraine-Krieg. Aussenministerin Annalea Baerbock soll nun bald in die Ukraine reisen.
Bundeskanzler Scholz und Aussenministerin Baerbock – sie wäre die bisher höchste Repräsentantin Deutschlands in der Ukraine seit Kreigsausbruch.
© Keystone

Nach wochenlanger Verstimmung zwischen Berlin und Kiew soll Aussenministerin Annalena Baerbock (Grüne) «demnächst» in die Ukraine reisen. Das kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Donnerstagabend bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Petr Fiala in Berlin an.

Telefonat über unerwünschten Bundeskanzler

Wenige Stunden zuvor hatte der zunächst in Kiew unerwünschte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Das sei eine «gute Sache», sagte Scholz, der sich zunächst aber nicht zu eventuellen eigenen Reiseplänen äusserte.

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas hatte unterdessen für Sonntag ebenfalls eine Reise in die Ukraine angekündigt. Sie wäre als Parlamentspräsidentin die bislang höchste Repräsentantin Deutschlands in Kiew seit Ausbruch des Krieges.

Kritik an Scholz wegen Zurückhaltung

Der Bundeskanzler war seit Beginn des russischen Angriffskrieges am 24. Februar nicht mehr in Kiew gewesen und für seine Zurückhaltung teils scharf kritisiert worden. Weitere Irritationen entstanden, nachdem die ukrainische Seite Mitte April einen Besuch Steinmeiers in Kiew abgelehnt hatte. Wegen dieses Affronts hatte Scholz mehrfach erklärt, vorerst in die Ukraine reisen zu wollen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. Mai 2022 19:52
aktualisiert: 5. Mai 2022 19:52
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