Energie

Schwyz verteilt Bundesgeld für Energieeffizienz an weniger Projekte

16. Juli 2020, 08:50 Uhr
Mit rund einer Million Franken unterstützte der Bund im Kanton Schwyz Gebäudesanierungen für mehr Energieeffizienz. (Symbolbild)
© KEYSTONE/DPA/BORIS ROESSLER
1,9 Millionen Franken stellt der Bund dem Kanton Schwyz 2020 für die Förderung energieeffizienter Gebäudesanierungen zur Verfügung. Das Geld ist bereits aufgebraucht. Der Förderbeitrag war leicht tiefer als im Vorjahr und ging an weniger Gesuchsteller.

Mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln seien 230 Gesuche berücksichtigt worden, teilte das Schwyzer Umweltdepartement am Donnerstag mit. Im Vorjahr waren zwei Millionen Franken an rund 300 Gesuchsteller verteilt worden.

Die Hälfte der finanziellen Mittel flossen in die energetische Sanierung von Gebäudehüllen. Mit den restlichen Geldern wurde der Ersatz von fossilen Heizungen oder Elektroheizungen durch Wärmeerzeugung mit erneuerbaren Energien gefördert.

Der Betrag entspricht dem Sockelbeitrag des Bundes und stammt aus den CO2-Abgaben. Die Höhe des Sockelbeitrags ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich, die Kantone können aber mit eigenen Förderprogrammen zusätzliche Bundesbeiträge abholen.

Schwyzer Förderprogramm steht bereit

So standen etwa im kleineren Kanton Uri 2020 insgesamt 3,2 Millionen Franken zur Verfügung, weil dort ein kantonales Förderprogramm «Energie Uri» läuft. Auch im Kanton Schwyz soll es künftig wieder Kantonsgeld für die Förderung der Energieeffizienz geben.

Das Parlament hatte als Gegenvorschlag zu einer Volksinitiative der Grünliberalen im Juni ein kantonales Energieförderprogramm in der Höhe von jährlich 2,5 Millionen Franken beschlossen mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die GLB zog ihre Initiative in der Folge zurück, über den Gegenvorschlag muss nun das Volk abstimmen.

Für das Jahr 2021 erwartet der Kanton Schwyz wieder einen Sockelbeitrag des Bundes, wie es in der Mitteilung heisst. Gesuche können zwar weiterhin eingereicht werden, Beiträge werden aber erst im neuen Jahr gesprochen. Für indirekte Massnahmen, wie Beratungen, seien weiterhin finanzielle Mittel vorhanden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. Juli 2020 09:14
aktualisiert: 16. Juli 2020 08:50