Ukraine-Krieg

Selenskyj fordert von Polen erneut Kampfflugzeuge und Panzer

27. März 2022, 06:04 Uhr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einer Videokonferenz mit seinem polnischen Kollegen Andrzej Duda erneut um schwere Waffen gebeten.
Polens Präsident Andrzej Duda hat in einer Videokonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen gesprochen. Foto: Markus Schreiber/AP/dpa
© Keystone/AP/Markus Schreiber

Er warnte in dem Gespräch, dass ohne die Lieferung von Kampfflugzeugen und Panzern an die ukrainischen Streitkräfte das russische Militär eine spätere Bedrohung für die Nato-Nachbarstaaten darstellen könnte.

«Wenn die Partner der Ukraine nicht mit Flugzeugen und Panzern helfen, und diese Möglichkeiten haben sie, dann besteht ein hohes Risiko, dass die russische Armee nicht nur eine Raketen-Gefahr für die Territorien unserer Nachbarn darstellt - Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien und die Staaten im Baltikum - sondern auch eine direkte allgemeine militärische Bedrohung», sagte Selenskyj am Samstag nach Darstellung der offiziellen Website des ukrainischen Präsidenten. Dann seien die Grenzen und Städte der Nachbarn durch die Russen bedroht. «Und sie ziehen dann auch weiter.»

Polen hatte vor einiger Zeit eine mögliche indirekte Übergabe seiner Kampfflugzeuge des sowjetischen Typs MiG-29 an die ukrainischen Streitkräfte angedeutet. Um die Jets nicht direkt an die Ukraine zu übergeben, sollten die Flugzeuge zuerst an die US-Streitkräfte übergeben werden. Dieser Vorstoss wurde von den USA abgelehnt. Eine solche Massnahme könnte zu einer direkten Konfrontation zwischen Nato-Kräften und russischem Militär führen, was eine Eskalation des Krieges nach sich ziehen könnte, hiess es zur Begründung.

Selenskyj bedauerte die Verzögerung bei der Entscheidung über die MiGs. «Der Preis für die Verzögerung sind die Leben Tausender Ukrainer, die wir durch die Luft- und Raketenangriffe auf friedliche ukrainische Städte verlieren.»

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. März 2022 06:04
aktualisiert: 27. März 2022 06:04
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