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Industrie

Swiss Steel kann Kapitalerhöhung wie geplant durchführen

8. März 2021, 08:26 Uhr
Swiss Steel hat im Streit mit ihrer Grossaktionärin Liwet-Holding eine weitere Runde gewonnen und will nun wie geplant ihr Aktienkapital erhöhen. Die Übernahmekommission hat mit einem Entscheid vom vergangenen Freitag das Gesuch von Liwet in allen Anträgen abgewiesen.
Die Liwet Holding von Viktor Vekselberg ist vor der Übernahmekommission mit ihren Anträgen zur Kapitalerhöhung von Swiss Steel gescheitert. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/EPA/MAXIM SHIPENKOV

Damit steht der Umsetzung der Kapitalmassnahmen nichts mehr im Weg. Der Zeitplan soll auch unabhängig von einer möglichen weiteren Beschwerde von Liwet umgesetzt werden, wie es in einer Mitteilung des Luzerner Stahlherstellers vom Montag heisst. Die Kosten des Verfahrens in der Höhe von 40'000 Franken wurden Liwet auferlegt.

Die Liwet Holding um den russischen Milliardär Viktor Vekselberg hatte mit rechtlichen Schritten zu erreichen versucht, dass die Big Point Holding von Martin Haefner doch noch ein allgemeines Pflichtangebot an alle Swiss-Steel-Aktionäre unterbreiten muss.

Swiss Steel hatte in der vergangenen Woche den geplanten zeitlichen Ablauf der Kapitalerhöhung um insgesamt 1,03 Milliarden neue Aktien veröffentlicht. Demnach soll das Bezugsrechtsangebot am heutigen 8. März starten und am 15. März enden. Mit dem Bruttoerlös von rund 200 Millionen Euro soll das Eigenkapital gestärkt und die bestehenden Finanzierungs- und Kreditkonditionen verbessert werden.

Interne Untersuchung

Swiss Steel teilte am Montag weiter mit, dass eine interne Untersuchung zu den Bilanzierungsmethoden und dem Verhalten des Managements von Ascometal laufe. Die Prüfung sei nach einer Beschwerde eines ehemaligen Mitarbeiters der Geschäftseinheit eingeleitet worden.

Die bisherigen Ergebnisse der Untersuchung würden keine Vorkommnisse zeigen, die für die Finanzzahlen von Swiss Steel im Kontext der Kapitalerhöhung materiell seien, teilte der Stahlhersteller mit. Gewisse Behauptungen des vormaligen Mitarbeiters seien anhand der vorläufigen Ergebnisse als unbegründet beurteilt worden. Die Untersuchung, die mit Hilfe externer Anwälte durchgeführt werde, sei noch nicht abgeschlossen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 8. März 2021 08:30
aktualisiert: 8. März 2021 08:26