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Über 6000 Tote nach Erdbeben – es besteht noch Hoffnung auf Überlebende

Türkei und Syrien

Über 6000 Tote nach Erdbeben – es besteht noch Hoffnung auf Überlebende

· Online seit 07.02.2023, 20:22 Uhr
Die Anzahl der Verstorbenen in Syrien und der Türkei ist erneut gestiegen. Beim verheerenden Erdbeben kamen 6000 Personen ums Leben. Doch es gebe gute Chancen, Überlebende zu finden – Grund dafür ist auch die Kälte.

Quelle: CH Media Video Unit / Melissa Schumacher

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Am Dienstagabend ist die Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben in der Türkei auf mehr als 4500 Menschen gestiegen. In Syrien zählen Gesundheitsministerium und die Rettungsorganisation Weisshelme mehr als 1700 Verstorbene. Somit kamen bei der Katastrophe insgesamt mindestens 6000 Menschen ums Leben.

23 Millionen Menschen betroffen

Bisherigen Informationen zufolge wurden in der Südtürkei und in Nordsyrien mehr als 30'000 Menschen verletzt. Nach Schätzungen des Pacific Disaster Centers, einer US-Organisation für Katastrophenhilfe, sind insgesamt rund 23 Millionen Menschen betroffen.

Im Erdbebengebiet suchen Retter weiter unter grossem Zeitdruck nach Überlebenden unter den Trümmern eingestürzter Häuser. Am Dienstagmorgen ist die Schweizer Rettungskette im vom Erdbeben betroffenen Hatay in der Südtürkei eingetroffen. Die Spezialisten begannen mit der Suche und Rettung Überlebender unter den Trümmern.

Bessere Überlebenschancen wegen Kälte

Laut Alessio Marazza, Oberst im Generalstab der Schweizer Armee, bestünden momentan noch gute Chancen, Verschüttete lebend zu retten. «Wenn es kalt ist, dehydriert man weniger und lebt länger unter Trümmern als im Sommer», sagte Marazza. So sei es sogar möglich, drei bis vier Tage zu überleben.

Von der Schweizer Armee sind derzeit 29 Personen in die Türkei gereist. Sie sind Teil der 80 Spezialistinnen und Spezialisten der Katastrophenhilfe. Seit dem frühen Dienstagmorgen ist auch der Verein für Such- und Rettungshunde Redog im Katastrophengebiet in der Türkei mit sechs Hunden im Einsatz.

(sda/log)

veröffentlicht: 7. Februar 2023 20:22
aktualisiert: 7. Februar 2023 20:22
Quelle: Today-Zentralredaktion

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