Coronavirus - Schweiz

Über 65-Jährige in Nidwalden müssen sich mit Impfung gedulden

24. März 2021, 17:25 Uhr
Der Kanton Nidwalden will auf ein Impfzentrum verzichten. (Symbolbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Weil der Kanton Nidwalden weniger Impfstoff erhalten hat als geplant, verzögert sich der Impfplan. Die Bevölkerungsgruppe der über 65-Jährigen muss sich voraussichtlich bis Ende April gedulden, bis sie mit der ersten Spritze rechnen kann.

Bisher habe der Kanton Nidwalden 8690 Impfdosen erhalten und 6586 davon verabreicht, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit. Nach Lieferengpässen in den vergangenen Wochen würden die angekündigten Mengen an Impfdosen inzwischen zwar wieder regulär eintreffen. Allerdings verzögert sich der Impfplan.

Gegenwärtig werden Personen über 75 Jahren und solche mit chronischen Vorerkrankungen mit erhöhtem Risiko durch die Hausärzte geimpft. Die nächstfolgenden Personengruppen, die 65- bis 74-Jährigen, das Betreuungspersonal und weitere enge Kontakte von besonders gefährdeten Personen sowie Erwachsene in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Ausbruchsrisiko dürften erst Ende April zum Zuge kommen, der Rest der Bevölkerung Mitte Mai. Die ganze Impfaktion soll im Spätsommer abgeschlossen sein.

Impfzentrum geplant aber nicht vorgesehen

Nidwalden will zwar auf Arztpraxen und Apotheken setzen und ohne ein Impfzentrum auskommen. Trotzdem plane man ein solches für den Fall, das plötzlich mehr Impfstoff zur Verfügung stehen sollte.

Bereits geimpft werden Personen ab 65 Jahren in den Kantonen Schwyz und Zug. In Uri können sich diese anmelden, geimpft werden sie ab April. Auch Obwalden rechnet mit einem Impfstart im April, Luzern dagegen erst im Mai oder Juni.

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. März 2021 17:34
aktualisiert: 24. März 2021 17:25