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Iran

US-Justiz klagt iranische Geheimdienstler wegen Entführungsplan an

14. Juli 2021, 05:35 Uhr
Die Staatsanwaltschaft in New York hat vier Mitarbeiter oder Informanten des iranischen Geheimdienstes wegen der geplanten Entführung einer US-Menschenrechtsaktivistin angeklagt.
ARCHIV - Das Wappen des Federal Bureau of Investigation (FBI) des US-Justizministeriums hängt in der US-Botschaft in Berlin. Foto: picture alliance / dpa
© Keystone/dpa/Tim Brakemeier

Sie wollten die im Stadtteil Brooklyn ansässige iranischstämmige Amerikanerin entführen und in den Iran verschleppen, wo ihr als Kritikerin des iranischen Regimes Strafverfolgung gedroht hätte, wie das Justizministerium am Dienstag (Ortszeit) erklärte.

Die vier Verdächtigen befänden sich im Iran, hiess es weiter. Einer fünften Person, die in Kalifornien lebt, wird vorgeworfen, bei der Finanzierung des Vorhabens geholfen zu haben. Die Bundespolizei FBI habe den Plan rechtzeitig durchkreuzt, hiess es. Es sei das Recht von US-Bürgern, von der Meinungsfreiheit Gebrauch zu machen und sich für Menschenrechte einzusetzen - ohne sich dabei vor ausländischen Geheimdiensten fürchten zu müssen, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Das Justizministerium nannte die Person, die entführt werden sollte, nicht namentlich. Medienberichten zufolge handelte es sich um die Autorin und Aktivistin Masih Alinejad. Sie verbreitete über ihren verifizierten Twitter-Account auch mehrere Berichte und Kommentare, in denen sie als Ziel der geplanten Entführung bezeichnet wurde. Sie machte später in einem Tweet die iranische Führung unter dem scheidenden Präsidenten Hassan Ruhani dafür sowie für die Entführung weiterer Regimekritiker verantwortlich.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. Juli 2021 05:35
aktualisiert: 14. Juli 2021 05:35