US-Wahlen

Was Esel und Elefant mit den Präsidentschaftswahlen zu tun haben

4. November 2020, 08:19 Uhr
Zwei Tiere repräsentieren die beiden grössten Parteien der USA.
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Tierische Maskottchen, ein toter Kandidat und der erste Dienstag im November – Wir verraten dir, was du zu den US-Wahlen noch nicht wusstest.

Tierische Maskottchen als Symbole

Die beiden grössten Parteien der USA werden von tierischen Maskottchen repräsentiert. Der Esel steht für die Demokraten, der Elefant ist das Parteisymbol der Republikaner.

Der erste demokratische Präsidentschaftskandidat, der den Esel als Symbol verwendetet, war Andrew Jackson. Er wurde von seinen Gegnern als «Jackass» bezeichnet und so druckte er darauf das Tier auf seine Wahlplakate. Während seiner Präsidentschaft stand der Esel für Jacksons Sturheit. Jahre später verwendetet der Zeichner Thomas Nast in seinen Karikaturen den Esel als Symbol für die Demokraten. Verantwortlich dafür, dass die Republikaner einen Elefanten als tierisches Maskottchen halten, ist ebenfalls der Zeichner Nast.

Während die Demokraten den Esel als bescheiden, gemütlich, tüchtig, mutig und liebenswürdig betrachten, sehen die Republikaner den Esel als störrisch, dumm und lächerlich. In ihrem tierischen Repräsentanten, dem Elefanten, sehen die Republikaner hingegen Würde, Stärke, Intelligenz und ein gutes Gedächtnis, während die Demokraten das Tier als aufgeblasen, dumm und konservativ beschimpfen.

Präsidentschaftswahl der alten Knacker

Dieses Jahr werden die bisher ältesten Präsidentschaftskandidaten gegeneinander antreten. Joe Biden wäre bei Amtsantritt mit seinen 78 Jahren der älteste Präsident der US-Geschichte. Ronald Reagan war bei seiner Wahl 77 Jahre. Auch Donald Trump wäre am Ende seiner zweiten Amtsperiode bereits 78 Jahre alt und somit der älteste Präsident.

Spezielle Wahlkampfmethoden

Es war auf alle Fälle ein besonderer Wahlkampf – nicht nur, aber auch wegen Corona. Unvergessen bleiben Donald Trumps Auftritte auf den Rollfeldern Amerikas. Dabei kam es auch zu der einen oder anderen Tanzeinlage, die dann der Präsident gleich wieder als Wahlkampfmaterial brauchte.

Nach, vor und kein Sonntag

Im Jahr 1845 wurde beschlossen, dass zukünftig die Präsidentschaftswahlen am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November stattfinden müssen. Damit sollen folgende Voraussetzungen erfüllt werden: im Monat nach der Ernte, vor Einbruch des Winters, an keinem Sonntag, damit Gottesdienste besucht werden können und die Bürger genug Zeit zur Anreise in die Wahllokale haben und am Mittwoch für den Markt zurück sind.

Gestorben vor offizieller Wahl

Im Jahr 1872 stellte sich Ulysses Grant für das Amt des Präsidenten zur Wahl. Obwohl er im Bürgerkrieg den zweifelhaften Titel «der Schlächter» erworben hatte, gleichzeitig aber die Truppen der Nordstaaten zum Sieg geführt hatte, ging er als Favorit in das Rennen. Er gewann die Wahl, starb aber aufgrund mehrerer Schicksalsschläge wenige Woche nach der Wahl, noch bevor die Wahlmänner ihre Stimme offiziell abgegeben konnten.

Frauen im Wahlkampf

Die erste Frau, die für die US-Präsidentschaft kandidierte, war Victoria Woodhil 1872. Im Jahr 1916 wurde die erste schwarze Frau in den Kongress gewählt: Jeanette Rankin. Und Kamala Harris könnte die erste Frau im Amt der Vizepräsidentin werden.

100 Prozent für einen Kandidaten

Bei der ersten Präsidentschaftswahl 1788 der gerade erst unabhängig gewordenen USA gab es ein eindeutiges Resultat. 100 Prozent der Stimmen gingen an George Washington. Dies, weil er der einzige Kandidat war. Der Zweitplatzierte John Adams wurde Vizepräsident.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. November 2020 08:19
aktualisiert: 4. November 2020 08:19