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Werbekampagne

WhatsApp verspricht neue Privatsphäre-Funktionen

14. Juni 2021, 08:17 Uhr
Nach dem Streit über die neuen Nutzungsregeln geht WhatsApp in die Offensive. Der Chatdienst startet eine Werbekampagne, die seine Verschlüsselung in den Vordergrund bringt.
WhatsApp startet eine Werbekampagne, um die Verschlüsselung in ein besseres Licht zu rücken.
© EPA/SASCHA STEINBACH

WhatsApp bekräftigt nach der Kontroverse um seine neuen Nutzungsregeln das Festhalten an Komplett-Verschlüsselung und stellt neue Funktionen zum Schutz der Privatsphäre in Aussicht. Dazu gehört die Möglichkeit, Nachrichten zu verschicken, die vom Empfänger nur einmal angesehen werden können. Das könne zum Beispiel nützlich sein, wenn man Familienmitgliedern ein Passwort schicken müsse, sagte WhatsApp-Chef Will Cathcart.

Auch wird man einstellen können, dass Chats nach einer bestimmten Zeit von alleine verschwinden. «Die Menschen wollen insgesamt nicht, dass ihre Nachrichten für immer erhalten bleiben», betonte Cathcart. «Wenn wir uns unterhalten, haben wir kein Aufnahmegerät dabei. Insofern ist es seltsam, dass digitale Chat-Plattformen die Nachrichten für immer speichern.»

Kampagne in ausgewählten Ländern

Die zu Facebook gehörende Firma startet am Montag eine Anzeigenkampagne zum Datenschutz in Deutschland und Grossbritannien, die zu ihren wichtigsten Märkten gehören. Die kurzen Werbevideos heben hervor, dass bei WhatsApp verschickte Inhalte dank der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung grundsätzlich nur für die beteiligten Nutzer im Klartext sichtbar sind.

Zuletzt Kritik und Abwanderung

WhatsApp hat mehr als zwei Milliarden Nutzer. Der Dienst hatte in den vergangenen Monaten nach der Ankündigung neuer Nutzungsregeln aber mit Kritik und einer Abwanderung von Nutzern zu kämpfen. Auslöser war die Einschätzung, dass mit dem Mitte Mai in Kraft getretenen Update mehr Daten mit der Konzernmutter Facebook geteilt werden sollen (PilatusToday berichtete). WhatsApp wies dies als Missverständnis zurück und betonte wiederholt, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der auch der Dienst selbst keinen Zugang zu Inhalten habe, nicht aufgeweicht werde.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. Juni 2021 08:15
aktualisiert: 14. Juni 2021 08:17