Kuba

Zahl der Toten bei Gasexplosion in kubanischem Hotel steigt auf 35

9. Mai 2022, 19:45 Uhr
Nach der Gasexplosion in einem Luxushotel der kubanischen Hauptstadt Havanna ist die Zahl der Todesopfer auf 35 gestiegen. Von insgesamt 89 Verletzten wurden drei Tage nach dem Vorfall noch 20 in Krankenhäusern behandelt, darunter fünf Minderjährige.
Ein Arbeiter bedient einen Kran, um die Trümmer der Explosion, die das Fünf-Sterne-Hotel Saratoga zerstört hat, zu entfernen. Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa
© Keystone/AP/Ramon Espinosa

Am Freitag hatte eine starke Explosion das Hotel Saratoga in Havannas Altstadt grossteils zerstört. Nach ersten Erkenntnissen war ein Gastank explodiert, als gerade Flüssiggas angeliefert wurde. Wegen der Coronavirus-Pandemie war das bekannte Fünf-Sterne-Hotel, wenige Schritte vom Kapitol entfernt, seit etwa zwei Jahren geschlossen.

Minderjährige unter den Toten

Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer auf 35 gestiegen. Von insgesamt 89 Verletzten wurden drei Tage nach dem Vorfall noch 20 in Krankenhäusern behandelt, darunter fünf Minderjährige.

Sieben Menschen waren demnach in kritischem Zustand. Unter den Toten waren den Angaben zufolge vier Minderjährige, eine schwangere Frau und eine Ausländerin - bei letzterer handelte es sich um eine spanische Touristin.

Riesige Verwüstung

Die unteren drei Etagen des neoklassizistischen Gebäudes waren durch die Explosion völlig verwüstet, wie auf Bildern zu sehen war. Die Wucht der Explosion riss die Fassade weg, von der Strasse aus waren die zerstörten Zimmer zu sehen.

Am kommenden Dienstag sollte es wiedereröffnet werden. Die unteren drei Etagen des neoklassizistischen Gebäudes waren völlig verwüstet, wie auf Bildern zu sehen war. Die Wucht der Explosion riss die Fassade weg, von der Strasse aus waren die zerstörten Zimmer zu sehen.

Der Tourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequelle des sozialistischen Inselstaates. Vor der Pandemie arbeiteten rund eine halbe Million der etwa elf Millionen Kubaner in der staatlichen Tourismusindustrie, die 2020 rund zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmachte. Der Tourismus auf Kuba hatte schon 2019, unter anderem wegen verschärfter US-Sanktionen, einen Rückgang erlebt.

(hap)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 9. Mai 2022 05:58
aktualisiert: 9. Mai 2022 19:45
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