Texas

Zum Tode Verurteilter will Hinrichtung aufschieben – um Niere zu spenden

Lothar Josef Lechner Bazzanella, 5. Juli 2022, 19:15 Uhr
Um noch rechtzeitig seine Niere spenden zu können, hat ein Häftling in Texas um den Aufschub seiner Hinrichtung um 30 Tage gebeten.
Wird die Hinrichtung eines Häftlings aufgeschoben, damit dieser noch eine Niere spenden kann?
© Keystone/EPA/Paul_Buck
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Am 13. Juli soll Ramiro Gonzales durch die Giftspritze in Texas hingerichtet werden. Seine Anwälte haben nun offiziell um die Aufschiebung der Hinrichtung um 30 Tage gebeten. Die Zeit wolle Gonzales nutzen, um eine Nierenspende für jemanden zu leisten, der dringend eine Transplantation benötigt.

«Einen Weg finden, um ein Leben zu retten»

«Wie kann ich Leben zurückgeben – ich denke, dass dies wahrscheinlich eines der Dinge ist, die dem am nächsten kommen», zitiert der "Guardian« Gonzalez. Ein Vertrauter Gonzales erklärte gegenüber dem »Independent", dass Gonzales «einen Weg finden wollte, ein Leben zu retten».

Entscheidung am 11. Juli

Der texanische Begnadigungsausschuss wird am 11. Juli über Gonzales' Begnadigungsgesuch abstimmen. Letzterer sitzt im Todestrakt, nachdem er für die tödlichen Schüsse auf die 18-jährige Bridget Townsend aus dem Südwesten von Texas im Jahr 2001 verurteilt wurde.

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 5. Juli 2022 19:07
aktualisiert: 5. Juli 2022 19:15