Wegen Corona

Schaden von bis zu 2,6 Milliarden Franken für Spitäler

28. August 2020, 11:13 Uhr
Der Spitalverband H+ fordert eine Kompensation für den finanziellen Schaden von bis zu 2,6 Milliarden Franken, der den Spitälern wegen der Corona-Pandemie entstanden ist. (Symbolbild)
© KEYSTONE/TI-PRESS/ALESSANDRO CRINARI
Eine neue Erhebung des Vereins SpitalBenchmark und PwC Schweiz beziffert den finanziellen Schaden für Spitäler und Kliniken wegen des Coronavirus auf 1,7 bis 2,6 Milliarden Franken. Nun braucht es rasche Lösungen.

In einer Medienmitteilung schreibt «H+ Die Spitäler der Schweiz» als nationaler Verband der öffentlichen und privaten Spitäler, dass sich der Coronabedingte finanzielle Schaden bis am 30. Juni 2020 auf rund 1,4 bis 1,8 Milliarden Franken belaufe.

Hochgerechnet bis Ende Jahr bedeutet dies einen Schaden von bis zu 2,6 Milliarden Franken. Der grösste Teil des Schadens entfällt auf Ertragsausfälle wegen des Behandlungs- und Operationsverbots, das vom 17. März 2020 bis am 26. April galt.

Kein Aufholeffekt

Der erwartete Aufholeffekt nach dieser Verbotsphase sei jedoch nicht erkennbar, schreibt H+ weiter. Somit konnte auch der Schaden bisher nicht reduziert werden. Wie H+ schreibt, müsse für den finanziellen Schaden eine «Kompensation» gefunden werden.

"Es braucht eine sofortige, adäquate und spitalbezogene Finanzierungsregelung, welche die jeweiligen Beteiligungen von Bund, Kantonen und Versicherern festlegt», erklärt H+ Direktorin Anne-Geneviève Bütikofer. H+ fordert deshalb alle Akteure auf, am Treffen am kommenden Montag, 31. August 2020, tragfähige und adäquate Lösungen zu erarbeiten.

Bei diesem Treffen werden Bundesrat Berset und Vertreter von Leistungserbringern, Kantonen und Versicherern definieren wollen, welche Leistungen kompensiert werden sollen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. August 2020 11:07
aktualisiert: 28. August 2020 11:13