Gold-Bilanz 2022

Alpstaeg, Kühne & Co. – das sind die reichsten Zentralschweizer

Sven Brun, 25. November 2022, 10:03 Uhr
Auch in diesem Jahr hat das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» eine Liste mit den 300 Reichsten der Schweiz publiziert. Zu finden sind darin auch 64 Zentralschweizer. Ihr Gesamtvermögen beläuft sich auf über 150 Milliarden Franken.
Klaus-Michael Kühne und Bernhard Alpstaeg zählen zu den reichsten Zentralschweizern.
© Keystone
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820'975'000'000 Franken – so schwer ist das Gesamtvermögen der 300 reichsten Schweizerinnen und Schweizer 2022. Trotz schwieriger Wirtschaftslage sei das Vermögen der Superreichen im Vergleich zum letztjährigen Rekordjahr nur um 0,1 Prozent gesunken. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin «Bilanz».

Knapp ein Fünftel des Vermögens der 300 Reichsten liegt in der Zentralschweiz. Zuoberst auf dem Treppchen steht Klaus-Michael Kühne. Der Mehrheitsaktionär des Logistik-Unternehmens «Kühne+Nagel» soll 23 bis 24 Milliarden Franken reich sein. Das Vermögen des deutschen Unternehmers, wohnhaft im Kanton Schwyz, schrumpfte 2022 allerdings um sechs Milliarden Franken. Dies unter anderem aufgrund von Aktienwertverlusten.

Klaus-Michael Kühne, unter anderem Mehrheitsaktionär von Kühne+Nagel, ist der reichste Zentralschweizer.

© Keystone, AXEL HEIMKEN

Neu auf Rang zwei zu finden ist die Familie Brenninkmeijer. Die Besitzerfamilie des Kleidergeschäfts C&A ist unter anderem in den Kantonen Luzern, Schwyz, Zug und Zürich ansässig. Mit C&A ist man gemäss «Bilanz» zwar so schlecht unterwegs wie nie zuvor in der 180-jährigen Firmengeschichte. Mit anderen Geschäftszweigen wie Immobilien und Vermögensverwaltung habe man die Schwäche des Modehandels aber ausgleichen können.

Schindler-Familie verliert 7 Milliarden Franken, gehört aber weiter zu den Top 3

Die C&A-Besitzer verdrängten damit die Familien Schindler und Bonnard auf den dritten Rang. «Der von diesen kontrollierte Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller Schindler ist der grösste Verlierer im Gesamtranking», schreibt das Wirtschaftsmagazin. Das Vermögen der Nidwaldner Familie wird auf neun bis zehn Milliarden geschätzt – dies sind rund sieben Milliarden weniger als im Vorjahr. Der grosse Verlust resultiere unter anderem aufgrund der Talfahrt der Schindler-Aktien an der Börse.

Alfred Schindler, Verwaltungsratspräsident des Liftherstellers Schindler, hat im Jahr 2022 massiv Geld verloren.

© Keystone, Urs Flüeler

FCL-Besitzer Alpstaeg jubelt

Zu den Gewinnern gehört auch FCL-Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg. Gemeinsam mit seinem Bruder Georges habe er das Vermögen auf 1 bis 1,5 Milliarden Franken erhöhen können. Das Vermögen der Gebrüder Alpstaeg wurde vor einem Jahr noch auf rund 800 bis 900 Millionen geschätzt. Vor allem auf einen Coup, den Zukauf der dänischen Cebrit-Gruppe, sei Alpstaeg stolz. «Nun sind wir die Nummer zwei der Faserzementhersteller in Europa», wird er zitiert.

Ein weiterer spannender Name kommt aus dem Kanton Zug. Der ehemalige Formel-1-Pilot Kimi Räikkönen, wohnhaft in Baar, weist ein Vermögen von 150 bis 200 Millionen Franken aus. Ebenfalls ein klingender Name in der «Bilanz»-Liste: Jörg Bucherer. Der Inhaber der Uhrenmanufaktur Carl F. Bucherer ist rund 2 bis 2,5 Milliarden schwer.

Die gesamte Liste der 300 reichsten Schweizerinnen und Schweizer findest du hier.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. November 2022 07:02
aktualisiert: 25. November 2022 10:03