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Preischaos

Darum gibt es Preisunterschiede bei den Coronatests

12. Oktober 2021, 16:32 Uhr
Seit gestern sind Corona-Schnelltests nicht mehr gratis. Wer nicht geimpft ist und ein Zertifikat braucht, bezahlt neu direkt im Testzentrum. Wie viel, können die Zentren selbst festlegen.
Die Kosten bei Coronatests sind unterschiedlich. (Archivbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

Viele Anbieter haben über das Wochenende noch auf Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit BAG gewartet. Doch das BAG hält sich aus der Preisgestaltung raus. «Für Selbstzahler hat der Bund keine Tarife festgelegt. Diese Preisfestsetzung unterliegt der Privatautonomie.», so das BAG auf Anfrage.

Grosse Preisunterschiede

Zum Wochenstart gab es grosse Preisunterschiede zwischen den Testzentren (PilatusToday berichtete). So bezahlt man in einer Arztpraxis in Rothenburg 64.50 Franken für den Test, während ein Zentrum in Hitzkirch den Test für 15.- Franken anbietet.

Diese Preisunterschiede lassen sich ein Stück weit erklären. Die Testzentren arbeiten in unterschiedlichen Strukturen. Lohnkosten und Miete ändern sich von Standort zu Standort, und so auch die Preise.

Ein günstiges Angebot gibt es in Hitzkirch. Von einem Verein betrieben und mit ehrenamtlicher Arbeit subventioniert kann der Coronatest dort für 15 Franken angeboten werden. Laut der Initiantin Sandra Karrer will der Verein vorallem Jugendliche und Studenten ansprechen. Diese können den Test sogar für 5 Franken machen.

Kanton Luzern greift nicht ein

Der Kanton Luzern sei in die Preisgestaltung der Anbieter nicht involviert, sagt David Dürr, Leiter der Dienststelle Gesundheit und Sport auf Anfrage. Auch den grossen Preisunterschieden sieht der Kanton gelassen entgegen:  «Wir gehen davon aus, dass sich die Preise der verschiedenen Testanbieter in den nächsten Tagen und Wochen ausgleichen werden.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 11. Oktober 2021 18:15
aktualisiert: 12. Oktober 2021 16:32