Zentralschweiz

Diese Regeln und Gesetze gelten ab Mai in der Zentralschweiz

Badipreise, Röhre, Meta-KI

Zentralschweiz betroffen: Diese Regeln gelten neu ab Mai

01.05.2024, 06:58 Uhr
· Online seit 30.04.2024, 05:00 Uhr
Ab Mai werden Verkehrssünder auf dieser und der anderen Seite der Grenze zu Deutschland konsequenter verfolgt. Gleichzeitig will der Facebook-Mutterkonzern Meta KI-generierte Beiträge deklarieren. Im Mai warten allerdings noch weitere Neuerungen.
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Deutsche und Schweizer Verkehrssünder müssen Bussen bezahlen

Wer bisher in Deutschland falsch parkte oder geblitzt wurde, kam oft straffrei davon. Der Aufwand war für die Behörden schlicht zu gross. Gleiches galt für manche Verkehrssünder aus Deutschland, die in der Schweiz gegen die Regeln verstiessen. Doch ab Mai 2024 ist damit Schluss. Geldforderungen ab 80 Franken können neu auch in Deutschland eingetrieben werden. Schweizerinnen und Schweizer wiederum, die in Deutschland gegen die Regeln verstossen haben, müssen ihre deutschen Bussen ab 70 Euro bezahlen. Zuständig für das Eintreiben ist das Bundesamt für Justiz in Deutschland.

KI-generierte Social-Posts werden gekennzeichnet

Ab Mai will Meta Inhalte, die durch künstliche Intelligenz generiert wurden, nicht mehr löschen. Stattdessen sollen die Posts gekennzeichnet werden, damit Userinnen und User mehr Transparenz erhalten. Betroffene Posts erhalten das Label «Made with AI».

Jagdzeit für Rehböcke und Rehe ohne Jungtiere beginnt

Für Jägerinnen und Jäger ist der 1. Mai ein besonderer Tag: Ab dem 1. Mai bis am 31. Dezember dürfen nämlich wieder Rehböcke, Schmalrehe (junge Rehe, die noch keine Jungen haben) und Galtgeissen (Rehe ohne Jungtiere) gejagt werden. Hundebesitzer und -besitzerinnen sollten sich davon nicht in die Irre führen lassen: Die Schonzeit gilt noch immer, Hunde müssen noch bis am 31. Juli an der Leine bleiben.

Europa-Park bequem mit der SBB

«Eine sorgen- und staufreie Reise direkt zum Europa-Park oder zur Wasserwelt Rulantica» – so preist die SBB ihr neues Kombi-Paket «Railcoaster» an. Ab dem 18. Mai fährt ein Direktzug nach Ringsheim/Europa-Park. Von da sollen die Besucherinnen und Besucher mit einem Shuttleservice direkt zu den Toren der Freizeitparks chauffiert werden.

Revidiertes Schwerverkehrsabgabegesetz

Am 1. Mai tritt das revidierte Schwerverkehrsabgabegesetz und die revidierte Schwerverkehrsabgabeverordnung in Kraft. Damit soll die Arbeit der Zöllner erleichtert werden, da sie sich nicht mehr um die Datenerfassung kümmern müssen, die für die Abgabe erforderlich sind. Sie wird neu an zugelassene Anbieter ausgelagert. Diese können ab Mai eine solche Bewilligung beantragen, Fahrzeughalterinnen und -halter können das Erhebungssystem voraussichtlich ab 2025 nutzen. Bis Ende 2025 gilt dann eine Übergangsphase.

Höhere Preise in Luzerner Badis

Die Luzerner Badis erhöhen ihre Eintrittspreise teilweise deutlich. Grund dafür sind die gestiegenen Personalkosten, heisst es seitens Reto Mattmann, Geschäftsführer der Hallenbad Luzern AG, gegenüber der «Luzerner Zeitung». Einheimische, die im Besitz einer «Sportcard» sind, profitieren jedoch von einem Einheimischentarif. Für diesen illustren Personenkreis erhöhen sich die Preise nur marginal.

Flüchtlinge sollen nicht mehr in Bunkern hausen

Die Stadtluzerner Grünen fordern bessere Unterbringungsbedingung für Geflüchtete. Ab Mai sollen 80 von ihnen in der Zivilschutzanlage Utenberg einquartiert werden. Das sei nur eine Notlösung, heisst es in einer Stellungnahme des Kantons.

In einem Postulat der Grünen heisst es: «Viele asylsuchende Personen haben auf ihrem Weg in die Schweiz traumatische Erfahrungen gemacht und sind psychisch sehr stark belastet. Die unterirdische Unterbringung ohne frische Luft und ohne Tageslicht ist zusätzlich eine grosse Belastung». Deshalb fordere man den Stadtrat auf, eine bessere, oberirdische Lösung für die teilweise traumatisierten Personen zu finden. Ausserdem fordert man einen Planungsbericht an, in dem der Stadtrat aufzeigen soll, wie man langfristig Unterkünfte an der Oberfläche anbieten könne.

Regionalbahn reagiert auf Platzprobleme

Weil in Schweizer Zügen wegen der vielen Touristen mit ihrem Gepäck der Platz immer knapper wird, reagiert die Zentralbahn, die für die Strecke Luzern-Engelberg-Interlaken zuständig ist.

Ab dem 1. Mai gibt es in den Zügen acht neue Rollgepäckwagen für Koffer. Durchsagen auf Deutsch und Englisch sollen den Touristinnen und Touristen erklären, wo und wie sie ihr Gepäck korrekt platzieren können, damit die Türen frei bleiben und Fahrgäste nicht beim Ein- und Aussteigen gestört werden.

Ausserdem wird das Kontingent für Gruppenreisen reduziert und längere Züge eingesetzt. Aus siebenteiligen Kompositionen werden nun Zehnteilige. Ab 2025 sollen ausserdem neue Züge mit grösseren Gepäckablagen eingesetzt werden.

Röhre nach Kaiserstuhl

Auch ein weiteres Problem will die Zentralbahn lösen können: Im Mai sollen die Bauarbeiten für die neue Röhre, durch die man viel schneller von Giswil nach Kaiserstuhl kommen soll, abgeschlossen werden.

Die Arbeiten sind Teil des Neubaus der Brünigstrecke A8. Geplant ist eine vor Naturgefahren sichere Verbindung zwischen Giswil und Lungern. Der Abschnitt mit dem neuen Tunnel Kaiserstuhl ist 3,7 Kilometer lang.

veröffentlicht: 30. April 2024 05:00
aktualisiert: 1. Mai 2024 06:58
Quelle: ArgoviaToday / PilatusToday

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