Starke Winde auf Vierwaldstättersee

Gewitterfront ist mit Hagel und Wind über die Schweiz gezogen

8. September 2022, 06:27 Uhr
Eine Gewitterfront hat in der Nacht auf Donnerstag die Schweiz überquert. Das Unwetter ging im westlichen Mittelland mit Hagel, Starkregen und kräftigen Winden einher, wie MeteoSchweiz auf Twitter schreibt. Zu grösseren Zwischenfällen ist es in der Zentralschweiz nicht gekommen.
Eine Gewitterfront mit zahlreichen Blitzen und Hagel überquert derzeit die Schweiz. (Archivbild)
© KEYSTONE/DPA/MATTHIAS BALK
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Zunächst zogen die Gewitter über die Westschweiz ins westliche Mittelland sowie über die Kantone Aargau und Luzern. Östlich von Burgdorf sorgte die Front für starken Hagel. In Freiburg gab es Windböen von 106 Kilometern pro Stunde.

Doch auch im waadtländischen Villars-Tiercelin fegte der Wind mit 85 Kilometern pro Stunde durch die Landschaft. Auf dem Chaumont im Kanton Neuenburg waren es 83 Kilometer pro Stunde. Werte von über 60 Kilometern pro Stunde wurden auch in Locarno, Altdorf, Thun und Gersau gemessen. «Im Kanton Luzern ist betreffend Meldungen überraschend Ruhig geblieben», sagt die Luzerner Polizei auf Anfrage. Auch in anderen Zentralschweizern Kantonen sei es zu keinen grösseren Zwischenfällen gekommen.

Kanton Freiburg besonders betroffen

Heftiger Gewitterte es in der Westschweiz. Im Kanton Freiburg rückten die Polizei und die Feuerwehr wegen der Unwetter mehr als 60 Mal aus, vorwiegend wegen Überschwemmungen und Bäumen auf der Strasse, wie die Kantonspolizei Freiburg in der Nacht auf Donnerstag mitteilte. Betroffen waren vor allem die Bezirke Glâne, Broye, Saane und See.

In Romont mussten rund 300 Personen vorübergehend aus einem Festzelt evakuiert werden. In Grossguschelmuth führte ein Blitzeinschlag zu einem Brand in einem Einfamilienhaus. Während des Unwetters wurde niemand verletzt, wie die Kantonspolizei weiter mitteilte.

Insgesamt entluden sich bei den Gewittern in der Schweiz bis 23.00 Uhr 10'730 Blitze. Besonders viele Blitze verzeichneten die Kantone Bern, Waadt, Freiburg, Schwyz, Luzern und Zürich.

Teilweise Gefahrenstufe «Orange»

SRF Meteo hatte laut seiner Webseite Wetterwarnungen für die Kantone Waadt und Teilen von Bern herausgegeben. Das galt auch für das Tessin. Die Gefahrenstufe «Orange» bedeutet grosse Unwettergefahr.

Die gemessenen Regensummen lagen schweizweit zwischen 25 und 45 Millimeter pro Quadratmeter, wie Meteo-Schweiz am frühen Donnerstagmorgen auf Twitter schrieb.

Im Tessin waren es lokal 80 Millimeter. Nordwestlich von Agno wurden mehrere Strassen überschwemmt. Es kam zu Erdrutschen und Verkehrsbehinderungen. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, heisst es in einer Meldung auf Alertswiss.

Mittlerweile zieht die Gewitterfront Richtung Nordosten ab. Der Regen lässt nach, wie ein Blick auf den Wetterradar zeigt.

(sda/red.)

Quelle: sda
veröffentlicht: 8. September 2022 06:27
aktualisiert: 8. September 2022 06:27