Trotz Einschränkungen

Hochzeit im Corona-Jahr: «Es ging um uns, nicht um Corona»

20. März 2021, 20:02 Uhr
Romina und Sascha Galbiati heirateten am 13. Juni 2020 – trotz Einschränkungen.
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2020 wurde geheiratet. Und zwar nicht bedeutend weniger als im Jahr zuvor. Ein Paar erzählt uns, warum sie trotz massiven Einschränkungen die Trauung nicht verschoben haben und weshalb dies absolut die richtige Entscheidung war.

Im Corona-Jahr 2020 wollte aufgrund der Einschränkungen niemand heiraten? Denkste! Gemäss dem Bundesamt für Statistik fanden zwar schweizweit im vergangenen Jahr rund 20 Prozent weniger Hochzeiten statt als 2019. Jedoch nicht in der Zentralschweiz. Wie eine Umfrage von PilatusToday und Tele 1 bei den Zivilstandesämtern zeigt, liessen sich in den Zentralschweizer Kantonen nur rund 100 Paare weniger als im Vorjahr vermählen (Siehe Grafik am Schluss des Artikels).

Diese Abnahme von weniger als drei Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht ungefähr den Schwankungen wie in den Jahren zuvor. Corona und folglich die Massnahmen waren also alles in allem nicht der erwartete «Hochzeits-Killer» – zumindest in der Zentralschweiz.

Die Hochzeitsglocken läuteten auch 2020 – zum Beispiel bei Romina und Sascha aus Neuenkirch.

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Auch Romina und Sascha Galbiati aus Neuenkirch hielten an ihrem Plan fest, sich 2020 das Ja-Wort zu geben. «Unsere Hochzeit haben wir bereits im Dezember 2019 geplant, da war Corona noch kein Thema», sagt Sascha im Gespräch. Eine kurzfristige Verschiebung der Trauung wie nie ein Thema. Für die beiden sei immer klar gewesen: «Es ging um uns, nicht um Corona.» Dass Romina hochschwanger war, verstärkte diesen Gedanken zusätzlich.

Romina und Sascha posieren zum Selfie an ihrem Hochzeitstag, dem 13. Juni 2020.

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Die Hochzeit sei speziell gewesen, nur zehn Personen konnten bei der Vermählung im Zivilstandesamt mit dabei sein. «Irgendwie war es aber auch schön so», sagt Romina. Die Teilnehmer mussten sitzen bleiben und durften ihren Platz nicht verlassen. Auch die Fotografin nicht. «Die Bilder der Hochzeit sind alle aus derselben Perspektive geschossen», erklärt sie. Dennoch: «Ich bereue es überhaupt nicht, ich würde definitiv nochmals so heiraten», betont die junge Mutter.

Die Hochzeitsfotografin durfte während der Trauung nicht aufstehen. Die Fotos des Paares sind deshalb alle aus exakt der gleichen Perspektive geschossen.

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Auch die anschliessende Party fand im kleinen Rahmen statt. «Wir mussten vielen Freunden absagen, nur die engsten der Familie waren dabei», erklären die beiden. Die Zurücknahme der Einladung stiess auf Verständnis: «Das hat uns niemand übelgenommen.»

Nicht nur die Party wird später nachgeholt, auch die Flitterwochen. Das Traumziel sind die Malediven. Die Reise muss jedoch noch ein wenig auf sich warten lassen. Denn: «Jetzt steht erst mal unsere Tochter im Zentrum.»

Hochzeits-Vergleich 2019/2020 in der Zentralschweiz:

(bsv)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. März 2021 20:02
aktualisiert: 20. März 2021 20:02