Luzerner Gesundheitsdirektor

Ist die Rückkehr von Fans und Besuchern wirklich realistisch?

6. Mai 2021, 05:58 Uhr
Anlässe mit 3'000 Zuschauer*innen ab Juli, ab September dann gar mit 10'000: Dies hat der Bundesrat vergangene Woche in Aussicht gestellt. Nun hätten Veranstalter eine gewisse Planungssicherheit. Doch ist dem wirklich so? Wie realistisch ist dieses Ziel im Kanton Luzern?
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Quelle: tele1

Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf ist zuversichtlich, dass man nun Schritt für Schritt vorwärtskomme. Aber er sagt auch, dass wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben. Denn ganz verschwinden wird Corona wohl nie mehr. Umso wichtiger sei es nun, wo immer möglich wieder etwas Normalität ins Leben zu bringen.

«Geimpft, getestet, genesen»

Die Anlässe und Veranstaltungen sind nun quasi die Versuchskaninchen. Hier wolle man testen, wie sich grosse Menschenmassen verhalten. Wie sich Schutzkonzepte bewähren und auch wie sich die Fallzahlen danach entwickeln. Auch wenn der Kanton Luzern gewissen Spielraum bei Massnahmen habe, so komme man gemäss Guido Graf nicht um die Bundesvorgabe von «geimpft, getestet, genesen» herum. Wer an einen Anlass will, der muss also eines dieser drei Kriterien erfüllen. Doch insbesondere die Impfung ist nach wie vor umstritten. Was ist, wenn sich jemand nicht impfen lassen will? «Was wir auf keinen Fall wollen, ist eine Zweiklassengesellschaft», so der Gesundheitsdirektor. «Wer nicht geimpft ist, darf nicht von gewissen Dingen ausgeschlossen werden.»

Doch wie will der Kanton Luzern dies umsetzen? Wie will man diese Zweiklassengesellschaft verhindern? Und vor allem für wie realistisch hält Guido Graf Veranstaltungen mit mehreren Tausend Besucher ab Juli? Dies und vieles mehr ist Thema in der Sendung Fokus auf dem Zentralschweizer Fernsehen Tele 1.

(red.) 

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. Mai 2021 05:52
aktualisiert: 6. Mai 2021 05:58
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