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Zum zweiten Mal «Nein»

Jugendliche ab 16 Jahren dürfen in Uri auch künftig nicht abstimmen

26. September 2021, 14:47 Uhr
Zum zweiten Mal, nach 2009, hat das Urner Stimmvolk am 26. September über das Stimmrechtsalter 16 abgestimmt. Zum zweiten Mal hat es ein klares «Nein» für einen stärkeren politischen Einbezug der Jugendlichen in die Urne gelegt.
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Quelle: PilatusToday / Tele 1

Die Vorlage ist mit 68 Prozent Nein-Stimmen deutlich abgelehnt worden. Das Stimmrechtsalter im Kanton Uri bleibt damit bei 18 Jahren. Die Stimmberechtigten haben in zwei Vorlagen über eine Verfassungs- und Gesetzesänderung entschieden, mit der das Stimmrechtsalter gesenkt worden wäre.

Zweites «Nein» in zwölf Jahren

Bereits 2009 sagte das Urner Stimmvolk «Nein» zum Stimmrechtsalter 16 – einer kantonalen Volksinitiative der Juso. Nun waren es die Regierung und das Urner Kantonsparlament, die Jugendliche befähigen wollten, wählen und abstimmen zu können. Im Parlament war lediglich die SVP gegen die Vorlage.

Uri hätte nach Glarus der zweite Kanton in der Schweiz werden können, in dem bereits 16-Jährige abstimmen und wählen dürfen.

Noch am Vormittag zeigten sich Ana Luiza Strehler der Juso und Viktor Nager der SP zuversichtlich im Interview mit unserem Reporter in Altdorf.

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Quelle: PilatusToday / Tele 1

Kulturförderungs- und Publikationsgesetz angenommen

Nebst dem «Nein» zum Stimmrechtsalter 16 hat es im Kanton Uri auch noch zwei «Ja» gegeben. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagen «Ja» zum Kulturförderungsgesetz (62 Prozent) und zum Publikationsgesetz (72 Prozent).

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 26. September 2021 13:57
aktualisiert: 26. September 2021 14:47