Zentralschweiz

Keinen Ferienpass für die Kinder in den Sommerferien?

Chantal Herger, 26. April 2020, 14:41 Uhr
Wer kennt ihn nicht? Der Ferienpass zaubert jeden Sommer ein Lachen auf Kindergesichter. Lustige Ausflüge, spannende Museumsführungen oder sportliche Angebote – der Ferienpass bietet alles, was das Kinderherz begehrt. Doch dieses Jahr könnte alles ins Wasser fallen.

Am Mittwoch teilte die Stadt Sursee mit, dass der Ferienpass dieses Jahr in den Sommerferien nicht durchgeführt wird. Grund sei die aktuell unsichere Lage, welche eine verbindliche Organisation und Planung nicht zulasse. Auch der Urner Ferien(s)pass, der von Pro Juventute durchgeführt wird, wurde abgesagt. Stattdessen bieten sie Online-Angebote wie Zeichenkurse, Kinderyoga oder Zauberkunst.

Luzern entscheidet im Mai

In Luzern laufen die Planungen für den regulären Ferienpass in den Sommerferien. Man hoffe weiterhin darauf, dass der Ferienpass durchgeführt werden kann, bestätigt Fallon Moser, Organisatorin des Luzerner Ferienpasses auf Anfrage von PilatusToday.

Zurzeit sei man guter Dinge. Den Entscheid  wollen die Verantwortlichen bis spätestens Ende Mai fällen. Bis dahin seien auch noch Absprachen mit den Veranstaltern nötig, wie und ob die Hygienevorschriften des Bundes eingehalten werden können. Alternativprogramme würden sie vorerst noch keine planen, so Moser.

Zug hält an Plänen fest

In Zug zeigt sich die Leiterin des GGZ Ferienpasses, Fränzi Schelldorfer, optimistisch. Sie würden sich mit der Entscheidung, den Ferienpass abzusagen, bis Ende Mai Zeit lassen.

Bis dahin würden sie weiter am regulären Programm arbeiten und verschieden Angebote für die Kinder planen und organisieren. Sie hoffe auf baldige Lockerungen seitens des Bundesrates, sagt Schelldorfer gegenüber PilatusToday. Denn wie auch in Nidwalden könnten die aktuell verfügten Hygienemassnahmen im Ferienpass kaum eingehalten werden.

Nidwalden sammelt Ideen

Das Team des Nidwaldner Ferienpasses sammelt fleissig Ideen für ein alternatives Programm, falls der Ferienpass abgesagt werden müsste. Ruedi Walpen, Leiter des Ferienpasses, bestätigt auf Anfrage von PilatusToday, dass eine Durchführung unter den aktuellen Hygienevorschriften kaum möglich wäre.

Deshalb arbeiten sie an einem alternativen Ferienpass, welcher Gutscheine für die Badis, Eintritte in Museen oder einen Seilpark beinhaltet. Damit könnten sie den Kindern wenigstens etwas bieten, so Walpen. Die Idee wäre, dass die Kinder dann die Ausflüge alleine oder mit ihrer Familie machen könnten.

Der Ferienpass Schwyz teilt in einer Mitteilung mit, dass sie motiviert am Ferienpassprogramm 2020 arbeiten. Der Präsident Walter Huser ist zuversichtlich, dass der Ferienpass diesen Sommer durchgeführt werden kann. 

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. April 2020 16:03
aktualisiert: 26. April 2020 14:41