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Uri

Lob für Urner in Sachen Hochwasserschutz

2. November 2020, 13:27 Uhr
Das Bundesamt für Umwelt hat das Hochwasser vom 2. und 3. Oktober im Kanton Uri unter die Lupe genommen. Der Kanton Uri bekommt gute Noten.

Der starke Regen in der Innerschweiz liess am 2. und am 3. Oktober 2020 die Bäche über die Ufer treten. Besonders der Kanton Uri war gefordert. «An diesen zwei Tagen mit grossen Niederschlagsmengen wurde das aufgrund der Lehren von 1987 erarbeitete und umgesetzte Schutzkonzept Reuss erstmals von der Natur getestet», schreibt die Urner Baudirektion in einer Mitteilung. Es sei über die letzten 100 Jahre betrachtet das zweitgrösste Ereignis in der Reuss gewesen.

«Massnahmen haben sich bewährt»

Der Kanton Uri hat die Herausforderung laut dem Bundesamt für Umwelt gut gemeistert. «Die Entlastungen auf die Autobahn A2 und das Umland erfolgten wie im Konzept geplant. Obwohl der Pegel der Reuss sehr rasch anstieg, erfolgte die Sperrung der Autobahn rechtzeitig und konnte bereits nach rund 20 Stunden wieder aufgehoben werden», schreibt das Bundesamt für Umwelt gemäss Mitteilung. «Die nach 1987 umgesetzten Massnahmen haben sich also bewährt, nicht zuletzt dank des engagierten Einsatzes vieler Beteiligter.»

Während man 1987 in der Urner Reussebene erhebliche Sachschäden verzeichnete, habe das Ereignis 2020 lediglich Aufräumarbeiten hinterlassen. Statt unkontrolliertem Überlaufen habe die Reuss kontrolliert über die Ufer gelenkt und die Wassermassen in den Urnersee geführt werden können.

Das grosse Reusshochwasser 2020 zeigt, also, dass die während Jahren entwickelten Schutzkonzepte funktionieren: «Dank zahlreicher aufeinander abgestimmter Schutzmassnahmen wie der Lenkung der Wassermassen auf die gesperrte Autobahn A2 gab es keine grösseren Schäden», heisst es in der Mitteilung der Urner Behörden.

(red.)

So hat das Tele 1 darüber berichtet

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Quelle: tele1

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 2. November 2020 13:27
aktualisiert: 2. November 2020 13:27