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Junge Grüne fordern

Luzern soll keine Steuergelder für das WEF ausgeben

21. Oktober 2020, 08:56 Uhr
Das erste Zentralschweizer WEF sorgt für Diskussionen.
© Keystone
Der Kanton Luzern soll keine Steuergelder für die Durchführung des World Economic Forum am Bürgenstock aufwenden. Dies fordern die beiden Grünen Kantonsparlamentarier Jonas Heeb und Samuel Zbinden in einem Vorstoss.

Wie die Partei in einer Mitteilung schreibt, habe man in einem Postulat die Kantonsregierung aufgefordert sicherzustellen, dass «möglichst keine Kosten» durch den Kanton Luzern übernommen werden. Weiter fordern die beiden Parlamentarier, dass das WEF keine Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit für die Luzerner mit sich bringt. 

«Während sich der Kanton verschuldet sollen wir für Putins Sicherheit sorgen?»

Auch wenn die Anreise von Staatsoberhäuptern, eindrückliche Festhallen und wichtige Gespräche für imposante Bilder sorgen, sehe die Realität für die lokale Bevölkerung anders aus. Dies werde sich auch auf Luzern auswirken, denn es werden provisorische Bauten, Sicherheitsvorkehrungen und logistische Abstimmungen notwendig, heisst es in der Mitteilung. Der Kanton Luzern ist im Bereich Sicherheit am WEF federführend. Die Jungparlamentarier sehen nicht ein, wieso sich der Kanton, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, zusätzliche Kosten aufbürden soll. «Während sich der Kanton verschuldet und viele Menschen um ihre Existenz kämpfen sollen wir Millionen für die Sicherheit von Putin und Co ausgeben?», heisst es in der Mitteilung. 

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. Oktober 2020 08:56
aktualisiert: 21. Oktober 2020 08:56