Raumplanung

12 Millionen Franken für Karte von Luzerner Fruchtfolgeflächen

4. März 2021, 12:57 Uhr
Ein Landwirt bewässert seine Gemüsefelder in Inwil: Der Kanton Luzern muss 27'500 Hektaren ackerfähiges Land erhalten. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Die Luzerner Kantonsregierung hat 12 Millionen Franken bewilligt, um in den nächsten zehn Jahren alle Fruchtfolgeflächen in einer Karte festzuhalten. Dazu wurde der Kanton mit dem im November angenommenen Gegenvorschlag zu den Kulturland-Initiativen verpflichtet.

Die beiden abgelehnten Initiativen hatten einen haushälterischen Umgang mit dem Boden zum Ziel. Sie forderten unter anderem, dass Fruchtfolgeflächen in den Zonenplänen der Gemeinden klar erkenntlich eingetragen werden. Landwirtschaftliche Nutzflächen seien grösstmöglich, Fruchtfolgeflächen, also ackerfähiges Land, grundsätzlich vollumfänglich zu erhalten.

Regierung, Parlament und Stimmvolk sprachen sich für den weniger strengen Gegenvorschlag aus. Dessen Bestandteil ist die Kartierung der Fruchtfolgeflächen im Kanton, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Luzern muss gemäss dem Sachplan des Bundes Fruchtfolgeflächen von 27'500 Hektaren erhalten. Der Kanton verfüge über 58'000 Hektaren, die die Qualität dafür aufweisen. Um die effektiven Fruchtfolgeflächen zu bestimmen, müssen diese Flächen bodenkundlich kartiert werden.

Dies tue der Kanton bereits seit 2009. Es verbleiben noch knapp 41'500 Hektaren, die es innert der vorgegebenen Frist von zehn Jahren zu kartieren gilt. Das Geld dafür kann der Regierungsrat als gebundene Ausgaben bewilligen, da mit der Annahme des Gegenvorschlags den Kosten bereits zugestimmt wurde.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. März 2021 12:57
aktualisiert: 4. März 2021 12:57