Gericht Luzern

22-Jähriger wegen mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern verurteilt

23. Februar 2022, 11:48 Uhr
Ein heute 22-jähriger Mann hatte mehrfach Sex mit verschiedenen minderjährigen Mädchen. In Chatnachrichten forderte er ausserdem Nacktbilder und erpresste die Mädchen damit. Nun wurde der Geständige zu einer Freiheitsstrafe von 19 Monaten verurteilt.
Der Täter forderte in Chatnachrichten Nacktbilder von minderjährigen Mädchen. (Symbolbild)
© Getty Images

Das Luzerner Kriminalgericht hat den heute 22-jährigen Mann zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten verurteilt. Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichen Urteil der Luzerner Gerichte hervor.

Sex mit mehreren minderjährigen Frauen

Der Mann hatte zwischen Sommer 2019 und Anfang 2020 in einer Luzerner Gemeinde mehrfach Sex mit einem damals 15-jährigen Mädchen. Als sie 16 wurde, wohnte der Mann auch vorübergehend bei ihr. Der Mann war davon ausgegangen, dass die sexuellen Handlungen «im Rahmen einer von gegenseitiger Zuneigung geprägten Beziehung» stattgefunden hatten, heisst es im Urteil.

Ende 2020 hatte der Mann zudem Geschlechtsverkehr mit einem Mädchen, das zu diesem Zeitpunkt zwölf Jahre alt war. Wie es im Urteil heisst, hatte er sich «als 16-Jähriger ausgegeben, um ‹leichter› Sexualkontakt mit ihr haben zu können.»

Nacktbilder gefordert

Bereits früher, 2019, hatte der Mann über soziale Medien Kontakt mit einer Elfjährigen gehabt. Er gab sich als 15-jähriger Knabe aus. Er schickte dem Mädchen Nacktbilder und forderte mehrfach – erfolglos – solche Bilder von ihr. Von einer weiteren Elfjährigen wollte er ebenfalls Nacktbilder und hat diese auch erhalten. Ihr gegenüber gab er sich als 13-Jähriger aus. Danach forderte er weitere Bilder und drohte, die vorhandenen Bilder zu veröffentlichen, wenn sie seiner Forderung nicht nachkomme.

Stationäre Massnahme angeordnet

Der 22-jährige Täter ist geständig. Wie aus dem Urteil hervorgeht, leidet er gemäss einem Gutachten unter einer schweren psychischen Störung. In einem ergänzenden Gutachten wird er als «Hochrisikotäter für einschlägige Sexualstraftaten» bezeichnet. Mit einer stationären Massnahme könne «der Gefahr weiterer mit der psychischen Störung im Zusammenhang stehender Taten» begegnet werden.

Das Kriminalgericht Luzern ordnete eine stationäre Massnahme unter Aufschub des Vollzugs der Freiheitsstrafe an. Das Urteil ist rechtskräftig.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. Februar 2022 09:24
aktualisiert: 23. Februar 2022 11:48
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