Kaum Masken und Abstand

350 Personen an unbewilligter Demo für umstrittenen Ebikoner Arzt

1. März 2021, 22:12 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Der Kanton Luzern hat dem Arzt Andreas Heisler, der sich gegen Corona-Schutzmassnahmen gestellt hatte, vorsorglich die Bewilligung entzogen. Er soll schwerwiegend seine Berufspflichten verletzt haben. Am Montagabend versammelten sich deshalb hunderte Demonstranten in Luzern.

Über den vorläufigen Entzug der Praxisbewilligung berichteten verschiedene Medien. Der Kanton Luzern bestätigte am Montag auf Anfrage die Massnahme. Zu Details in laufenden Verfahren würden keine Auskünfte gegeben, erklärte ein Sprecher des Gesundheits- und Sozialdepartements.

Gemäss SRF wird dem Arzt aus Ebikon vorgeworfen, bei Behandlungen von Patientinnen und Patienten in seiner Praxis keine Schutzmaske getragen und Maskendispensationen auf schriftliche Anfrage hin ausgestellt zu haben. Zudem habe er mit unbelegten Aussagen zur Corona-Impfung die Bevölkerung unbegründet verängstigt.

Protestmarsch in Luzern, Polizei vor Ort

Am Montagabend fand deswegen ein Protestmarsch für den Arzt statt. Rund 350 Demonstrierende folgten einem anomymen Aufruf in den sozialen Medien und fanden sich um 18 Uhr in der Altstadt ein. Von dort zogen sie über die Seebrücke in Richtung Bahnhof und wieder zurück Richtung Altstadt, bestätigte Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei gegenüber PilatusToday und Tele1.

Obwohl die Solidaritätskundgebung nicht bewilligt war, habe man mit der Stadt Luzern beschlossen, die Demonstration nicht aufzulösen, so Urs Wigger. «Wir sind vor Ort und begleiten den Umzug.» Bilder und Videos zeigen, dass sich nur wenige der Demonstranten an die Maskenpflicht oder Abstandsregel halten. Gegen 21 Uhr löste sich die Versammlung langsam auf, berichteten Augenzeugen.

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Quelle: PilatusToday

(red.)

Quelle: sda/PilatusToday
veröffentlicht: 1. März 2021 17:14
aktualisiert: 1. März 2021 22:12