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Kriminalstatistik

400 Verstösse gegen Covid-Massnahmen im Kanton Luzern

23. November 2021, 09:57 Uhr
Maskenpflicht oder Besucherbeschränkung: Im Kanton Luzern wurde im vergangenen Jahr rund 400 Mal gegen das Covid-Gesetz verstossen. Trotz dieser «neuen» Kategorie von Vergehen blieb die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten im Vergleich der Vorjahre.
Die Luzerner Polizei hatte es 2020 mit rund 400 Widerhandlungen gegen die Covid-Massnahmen zu tun. (Symbolbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Knapp 23'900 Straftaten tauchen in der Statistik zur Kriminalität im Jahr 2020 auf, die die Luzerner Statistikbehörde Lustat am Dienstag veröffentlichte. Wahrscheinlich ist es, dass die Kriminalität im Kanton Luzern noch höher ist. Denn lange nicht alle Straftaten werden gemeldet und daher besteht eine Dunkelziffer.

Mehr Ressourcen für Patrouillenarbeit

Seit 2012 war die Zahl der Straftaten 2012 rückläufig, dieser Rückgang sei nun zum Stillstand gekommen. Die Straftaten nach Betäubungsmittelgesetz hätten gar den höchsten Wert seit 2010 erreicht, nämlich 3'216. Eine mögliche Erklärung dafür sehen die Statistiker in der Corona-Pandemie. Wegen dieser habe es generell weniger öffentliche Veranstaltungen gegeben, wodurch die Polizei mehr Ressourcen für Patrouillenarbeit zur Verfügung hatte und entsprechend etwa mehr Dealer aus dem Verkehr ziehen konnte.

Auffallend gross ist der Anstieg der Straftaten bei den Bundesnebengesetzen von 1'452 im Vorjahr auf 2'189. Darin eingeschlossen seien die rund 400 Widerhandlungen gegen die Covid-Massnahmen wie etwa die Maskenpflicht.

419 Mal wegen häuslicher Gewalt ausgerückt

Seit 2012 steigt die Zahl der gemeldeten Fälle häuslicher Gewalt schweizweit an, mit Ausnahme weniger Jahre. Auch 2020 stiegen die Fälle im Vergleich zum Vorjahr an (+2,3 %), wie LUSTAT schreibt. Der Polizei 419 Straftaten gemeldet. Dieser Wert liege zwar über dem Durchschnittswert der letzten Jahre, jedoch nahe dem langjährigen Durchschnittswert. Jedoch wird davon ausgegangen, dass in diesem Bereich eine hohe Dunkelziffer besteht.

Unverändert war die Zahl der Führerausweisentzüge mit 3'377. Dabei war der Anteil jener, die den Ausweis wegen zu schnellen Fahrens abgeben mussten, mit 1'455 so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr.

Quelle: sda /PilatusToday
veröffentlicht: 23. November 2021 10:24
aktualisiert: 23. November 2021 09:57