18 Monate gesperrt

53 Millionen für eine neue Strasse im Renggloch

18. Januar 2021, 22:34 Uhr
Die Renggloch-Strasse zwischen Malters und Kriens soll für 53 Millionen Franken erneuert werden und auch einen Kreisel erhalten.
© googlemaps
Die Luzerner Regierung beantragt dem Parlament einen Kredit über 53 Millionen Franken, um die Kantonsstrasse zwischen Kriens und Malters auf dem Abschnitt Renggloch auf Vordermann zu bringen. Die kurvige und enge Strasse soll unter anderem verbreitert werden und durchgehend einen Rad- und Gehweg erhalten. Das letzte Wort hat das Stimmvolk.

Die Kantonsstrasse genüge auf dem Abschnitt den Anforderungen nicht mehr, heisst es im am Dienstag veröffentlichten Bericht und Antrag ans Parlament. Die Strasse sei zu schmal, habe keinen Radweg und sei stark von Erdrutschen und Steinschlag bedroht. Der bauliche Zustand der Fahrbahn sei schlecht.

Die vorgesehen Sanierungskosten belaufen sich laut Regierung auf 53 Millionen Franken, was ein obligatorisches Referendum zur Folge hat. Baubeginn ist deshalb frühestens 2022.

Öffentlich aufgelegt worden war das Projekt bereits 2018. Mittlerweile sind sämtliche Einsprachen rechtskräftig erledigt. Gemäss Anfrage beim Luzerner Baudepartement führten diese zu kleineren Anpassungen, zudem habe man die Zeit genutzt für zusätzliche geotechnische Untersuchungen im Gelände.

Provisorische Busspuren

In den Jahren 2023/2024 ist eine 18-monatige Totalsperre nötig für die Realisierung einer rund 160 Meter langen Brücke und deren zahlreichen Stützmauern zum Schutz der Strasse vor Naturgefahren.

Da die Regierung befürchtet, dass diese Sperre insbesondere in der Stadt Luzern grössere Verkehrsverlagerungen auslösen wird, sollen flankierenden Massnahmen wie provisorische Busspuren helfen, diese einzudämmen und zu lenken.

Das Projekt beinhaltet neben dem Neu- und Ausbau der Strasse auf einem Abschnitt von 2,15 Kilometern auch die Umgestaltung des Knotens Horüti zu einem Kreisel mit 36 Meter Durchmesser sowie Massnahmen zur langfristigen Pflege des Schutzwaldes.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. Januar 2021 09:59
aktualisiert: 18. Januar 2021 22:34