Rüffel für Luzerner Polizei

72-Jährige musste sich erst oben, dann unten entblössen

15. Juli 2022, 10:19 Uhr
Die Luzerner Polizei suchte einen Mann, fand aber in der Wohnung nur dessen Mutter vor. Die 72-Jährige musste sich dann auf dem Posten ausziehen – zu Unrecht, urteilt das Kantonsgericht.
Das Kantonsgericht rüffelt die Luzerner Polizei erneut wegen einer Leibesvisitation.
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Widerrechtlich und entwürdigend sei die Leibesvisitation gewesen. Das erklärte die Seniorin in ihrer Beschwerde an das Kantonsgericht, die sie gegen die Luzerner Polizei eingereicht hatte. Die Richter hiessen die Beschwerde gut, schreibt die «Luzerner Zeitung».

In einer geöffneten Arrestzelle musste sich eine 72-Jährige einer Leibesvisition unterziehen.

© Luzerner Zeitung / Boris Bürgisser

Am 22. Februar dieses Jahres rückten Angehörige der Luzerner Polizei aus, um einen Mann zu suchen, der aus der Psychiatrie entwichen war. Sie fanden nur dessen Mutter. Die 72-Jährige musste dann auf dem Posten nacheinander Ober- und Unterkörper komplett ausziehen. Das Kantonsgericht kommt zum Schluss: Diese Leibesvisitation ging zu weit. Es habe keinen erkennbaren Grund dazu gegeben.

Es ist nicht der erste Schuss vor den Bug der Luzerner Polizei, wenn es um die Praxis des Entkleidens von Festgenommenen geht.

Den gesamten Artikel findest du bei der «Luzerner Zeitung».

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Juli 2022 10:19
aktualisiert: 15. Juli 2022 10:19
Anzeige