Mobilität

AKS will mit 14 Millionen Franken Mobilitätsverhalten verändern

29. September 2020, 11:48 Uhr
Die Albert Koechlin Stiftung engagiert sich für eine Mobilität in der Zentralschweiz, in der das Teilen von Fahrzeugen selbstverständlich werden soll. (Symbolbild)
© KEYSTONE/OBS/MOBILITY/MOBILITY
Die Mobilität in der Zentralschweiz soll umweltfreundlicher werden. Das will die Albert Koechlin Stiftung (AKS) mit einem langfristigen Umweltprojekt erreichen, etwa durch finanzielle Anreize für nachhaltiges Pendeln. Insgesamt stellt sie 14 Millionen Franken bereit.

Die AKS engagiert sich dafür, dass in den Kantonen Luzern, Schwyz, Ob- und Nidwalden und Uri konkrete Schritte hin zu einer neuen Mobilitätskultur gesetzt werden, wie die Stiftung am Dienstag mitteilte. Das Projekt trägt den Titel «Clever unterwegs - Neue Mobilitätskultur Innerschweiz».

Klimaschutz und das Erreichen der Klimaziele seien dringlich, hält die Stiftung fest. Sie wolle Impulse geben zur Mobilitätswende und zur angestrebten CO2-Reduktion. Ziel sei eine neue Mobilitätskultur, in der sich Menschen bewusst fortbewegten, Fahrzeuge teilten und Waren in einer überlegten Weise transportierten.

Um das zu erreichen, setzt die AKS auf fünf Programme. Sie setzt etwa bei Arbeitspendlern an. Unternehmen und ihre Mitarbeitenden sollen zum Pendeln aufs Auto verzichten. Dazu würden standardisierte Mobilitätsabos entwickelt.

So können Unternehmen über drei Jahre Stiftungsbeiträge für nachhaltige Mobilitätsformen beantragen, müssen im Gegenzug aber ihre Parkplätze kostenpflichtig machen, wie es auf Anfrage bei der AKS hiess. Auch verpflichten sie sich, die Bemühungen über die Dauer der Unterstützung hinaus aufrechtzuerhalten.

Fahrzeugangebot bündeln

Ein zweites Programm fokussiert auf Siedlungen, Quartiere und Gemeinden. Sie sollen dort, wo die Distanzüberwindung beginnt, Mobilitätsstationen einrichten. Bei diesen würden etwa Fortbewegungsmittel wie Leihvelos oder Mietautos, die man heute über Apps auf dem Handy findet, physisch bündeln, sodass die Bewohnerinnen und Bewohner das jeweils geeignete Fortbewegungsmittel finden. Damit würden auch die weniger Technik-vertrauten Menschen dazu animiert, solche Angebote zu nutzen.

Gefördert werden auch der Velo- und der Fussverkehr etwa mit dem Ausbau von Bike-Sharing angeboten oder Sensibilisierungskampagnen. Schliesslich startet die AKS ab 2022 das Programm «Reallabor Mobilität». Hier können Vorschläge für konkrete Beiträge zur Mobilitätskultur eingereicht werden, die sodann getestet und deren Wirkung gemessen werden können.

Das Gesamtprojekt dauert voraussichtlich bis Ende 2027. Die Vorarbeiten seien bereits weit fortgeschritten. Im kommenden Jahr will die Stiftung über konkrete Bedingungen und Voraussetzungen für die Programme informieren.

Quelle: sda
veröffentlicht: 29. September 2020 11:50
aktualisiert: 29. September 2020 11:48