Landwirtschaft

«Aktionsplan» – Der Kanton Luzern will mehr Bio-Nutzflächen

· Online seit 15.05.2023, 15:49 Uhr
Den Absatz von Luzerner Bioprodukten steigern und mehr biologisch bewirtschaftete Fläche in der Landwirtschaft. Das will der Kanton Luzern gemäss dem «Aktionsplan Biolandbau». Die festgesteckten Ziele will er zusammen mit Bio Luzern und dem Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband erreichen.
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Die Nachfrage nach Bioprodukten wächst in der Schweiz kontinuierlich. So lag der Bio-Marktanteil in der Schweiz im Jahr 2022 bei über 11 Prozent. Dieses Wachstum will der Kanton Luzern nutzen und unterstützen.

Mit dem neuen «Aktionsplan Biolandbau» sollen zielführende Massnahmen im Biolandbau besser koordiniert werden. Damit könnten Ressourcen effektiver eingesetzt werden, schreibt der Kanton Luzern in einer Mitteilung. So zielt der «Aktionsplan Biolandbau» des Kantons Luzern darauf ab, den Absatz von Luzerner Bioprodukten zu steigern und den Anteil der Landwirtschaftsfläche, die biologisch bewirtschaftet wird, zu erhöhen.

Biobetriebe im Kanton verdoppelt

Die Anzahl der Biobetriebe im Kanton Luzern hat sich seit dem Jahr 2000 auf 485 Betriebe mehr als verdoppelt. Damit liegt der Anteil der Bio-Landwirtschaftsflächen bei 11 Prozent. In der gesamten Schweiz sind es 16 Prozent. Der Bio-Markt wachse in der ganzen Schweiz kontinuierlich. Deshalb sei es wichtig, das ganze Potenzial im Biolandbau zu erschliessen, sagt Umweltvorsteher Fabian Peter (FDP).

15 Prozent Bio-Nutzflächen

Im «Aktionsplan Biolandbau» hat der Kanton Luzern deshalb konkret die folgenden Ziele bis 2027 festgelegt:

  1. Die biologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzfläche erreicht 15 Prozent.
  2. Die Wertschöpfung im Biolandbau wird um 4 Prozent gesteigert.
  3. 40 Gastronomiebetriebe erhalten das Label «Bio Cuisine»

Um diese Ziele zu erreichen wurden sechs Handlungsfelder definiert. Diese schliessen die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktion über die Verarbeitung, den Handel und den Absatz biologisch produzierter Lebensmittel sowie Lehre, Beratung und Forschung ein. So soll etwa der Wissensaustausch zwischen Forschung, Bildung und Beratung im Biolandbau stärker gefördert werden.

Um den Marktanteil von Bioprodukten weiter zu erhöhen, ist der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den Produzierenden und den lokal verankerten, aber überregional tätigen Verarbeitungsunternehmen anzustreben. In diesem Bereich sollen vermehrt Synergien genutzt werden.

Mehr Bio-Lebensmittel in Kantinen

Auch die Verpflegung ausser Haus steht bei einem Handlungsfeld im Fokus: Kantinen und Restaurants sollen vermehrt biologische Lebensmittel anbieten. Zudem soll auch das Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten für den Mehrwert von Biolebensmitteln gefördert werden.

Breite Zusammenarbeit

Der Aktionsplan wurde in Zusammenarbeit mit Bio Luzern, dem Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband, RegioFair, Bio Suisse, dem Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung BBZN sowie der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) erarbeitet. Die Gesamtkoordination für die Umsetzung des Aktionsplanes ist beim Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung (BBZN) angesiedelt. Der Aktionsplan orientiert sich an der Strategie Agrarpolitik des Kantons Luzern und am Planungsbericht Klima und Energie des Kantons Luzern.

(red.)

veröffentlicht: 15. Mai 2023 15:49
aktualisiert: 15. Mai 2023 15:49
Quelle: PilatusToday

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