«Postauto-Affäre»

Auch VBL-Chefs droht Klage im Subventions-Skandal

18. November 2020, 11:56 Uhr
Über Jahre sollen Schweizer Verkehrsbetriebe zu hohe Subventionen vom Bund eingesackt haben. Der Skandal wurde unter dem Namen Postauto-Affäre publik. Weil auch in Luzern nicht alles koscher gelaufen sein soll, hat das Stadtparlament eine Untersuchung eingeleitet. Für die VBL könnte es ganz dick kommen.
Für die Chefetage der Verkehrsbetriebe Luzern könnte es eine holprige Fahrt ins 2021 werden. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
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Wie der «Blick» wissen will, stelle der 100-seitige Bericht, der erst am Freitag öffentlich gemacht wird, der Führung der Verkehrsbetriebe Luzern VBL ein vernichtendes Zeugnis aus. Über Jahre hätten sich die VBL systematisch mit zu hohen Subventionen bereichert. Es geht um 16 Millionen Franken. 

Für VBL-Direktor Norbert Schassmann könnte es eine holprige Fahrt ins neue Jahr werden, schreibt der «Blick». Sofern der VBL-Direktor nicht durch die Stadtregierung vor Gericht gebracht wird, werde der Kanton oder der Bund eine Klage erheben.

Auf Anfrage von PilatusToday und Tele1 äussert sich VBL-Mediensprecher Sämi Deubelbeiss wie folgt: «Die VBL kann zum Untersuchungsbericht keine Stellung nehmen, da sie eine Vertraulichkeitserklärung des Stadtrates unterzeichnen musste.» Die Vertraulichkeitserklärung gilt bis zur Veröffentlichung des Untersuchungsberichts am Freitag.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 18. November 2020 11:07
aktualisiert: 18. November 2020 11:56