Schlittelpisten-Puff

Auf der Rigi gibt es ein föderalistisches Durcheinander

6. Februar 2021, 18:32 Uhr
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Quelle: Tele 1

Der ehrenamtlich betriebene Skilift Gratalp auf der Rigi darf Skifahrer befördern, die Schlittelpiste daneben bleibt allerdings zu. Doch wer noch eine Station weiter in der Zahnradbahn von Vitznau Richtung Rigi Kulm verweilt, findet sich im Schlittel-Paradies. Grund sind die kantonalen Unterschiede bei der Handhabung der Skigebiete.

Seit Anfang der Corona-Pandemie erfreut sich das Wort «Föderalismus» neuer Beliebtheit, wenn auch nicht immer im positiven Sinne. Denn man weiss: Viele Köche verderben den Brei. Während in Schwyz Skifahren und Schlitteln wieder gleichermassen möglich ist, hat der Kanton Luzern entschieden, die Skipisten per 8. Februar wieder zu öffnen – täglich (PilatusToday berichtete). Bis dahin ist Skifahren nur von Donnerstagmorgen bis Sonntagabend möglich. Die Schlittelpisten bleiben allerdings weiter geschlossen, zu hoch ist die Verletzungsgefahr. So kommt es, dass die Situation im Skigebiet auf der Rigi, welches in beiden Kantonen liegt, auch weiterhin etwas speziell bleibt.

Zu hohe Verletzungsgefahr

In einer Mitteilung des Kantons heisst es, dass man die Schlittelwege aufgrund der Verletzungsgefahr in Luzern vorerst noch zu lässt. Schon der Bund warnte vor einem hohen Risiko bei den «Davoser»-Schlitten (PilatusToday berichtete).

Bei den Rigi-Bahnen sei man froh, dass überhaupt ein Winterbetrieb möglich ist, so CEO Frédéric Füssenich. Die Situation sei bis jetzt noch absurder gewesen, da der Luzerner Teil an anderen Tagen geöffnet sein durfte als die Schwyzer Pisten. Dass Schlitteln auf dem Sonnenhang beim Gratalp-Lift erstmal nicht möglich ist, sei natürlich schade, bedauert Füssenich. Dafür seien jedoch die anderen Pisten, wie beispielsweise der Hauptschlittelweg Kulm-Schwändi-Klösterli, offen.

(mda)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. Februar 2021 06:06
aktualisiert: 6. Februar 2021 18:32