Reisecar-Problem

Beim Spital parkieren und mit Rollsteig in die Luzerner Altstadt

23. April 2021, 13:22 Uhr
Die IG Stadtpassage will einen unterirdischen Fussgänger-Tunnel vom Luzerner Kantonsspital in die Altstadt.
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Die Problematik der Reisecars ist nach dem Scheitern bisheriger Pläne weiterhin ungelöst. Das soll jetzt geändert werden: Die IG Stadtpassage will einen unterirdischen Fussgänger-Tunnel vom Luzerner Kantonsspital in die Altstadt.

So sollen Plätze wie das Inseli und der Schwanen- oder Löwenplatz entlastet und eine ökologisch, städteplanerisch und wirtschaftlich sinnvolle Lösung für die Cars und ihre Reisegruppen gefunden werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Interessengemeinschaft. Eine solche sei für die Zeit nach Corona notwendig.

Reisecar-Parking beim Kantonsspital

Doch wie löst ein Fussweg das Reisecar-Problem? In den nächsten 15 Jahren sollen auf dem Areal des Luzerner Kantonsspital grosse Neubauten entstehen. Darunter ein neues Parkhaus, in welchem laut IG Stadtpassage ab 2028 ein zusätzliches Untergeschoss für 30 bis 40 Reisecars erstellt werden könnte.

Ohne Umwege vom LUKS in die Altstadt – das soll in Zukunft möglich sein.

© IG Stadtpassage

Über eine unterirdische Zufahrt ab der Sedelstrasse sollen Cars, aber auch Autos das Kantonsspital erreichen und damit den Verkehr auf der Spitalstrasse und der Friedentalstrasse entlasten.

Vorteile für Einheimische, Verkehr und Tourismus

Über den 800 Meter langen Tunnel mit modernen Rollsteigen, wie man sie aus Flughäfen kennt, sollen Personen dann ins Luzerner Stadtzentrum gelangen, so der Plan der IG Stadtpassage. Auch für Einheimische und die Besucher des Spitals soll das eine attraktive Lösung sein.

Für kürzere Wege sollen Rollsteige wie am Flughafen sorgen. (Symbolbild)

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Neben Vorteilen für den motorisierten- sowie Fussverkehr, soll die Stadtpassage auch ökologisch sinnvoll sein. Fernwärme soll dadurch in die Altstadt geführt werden können. Denkbar wären laut der IG Stadtpassage auch weitere Zugänge. Beispielsweise ins Friedental oder das Bramberg-Quartier. Auch eine zusätzliche Passage für Velos sei möglich.

Straffes Zeitfenster für Umsetzung

Obwohl die Stadtpassage noch eine Projektidee ist, sollen die Kostenschätzungen relativ genau möglich sein, heisst es in der Mitteilung weiter. Diese würden sich laut der «Luzerner Zeitung» auf 70 bis 90 Millionen Franken belaufen.

Sollte die Idee bei Politik und Bevölkerung auf Anklang stossen, wäre eine detaillierte Machbarkeitsstudie der nächste Schritt. Weil die Bautätigkeiten beim Kantonsspital nur ein kurzes Zeitfenster zur Umsetzung bieten, müsste die Planung 2024 konkretisiert und abgeschlossen sein. Bei der IG Stadtpassage wird damit gerechnet, dass die Realisierungsphase bereits 2026 beginnen könnte.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. April 2021 12:50
aktualisiert: 23. April 2021 13:22